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Nachrichten Munitionsfund in abgebranntem Wochenendhaus
Region Neustadt am Rübenberge Nachrichten Munitionsfund in abgebranntem Wochenendhaus
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15:43 14.06.2019
Beamte des Landeskriminalamtes, Mitarbeiter der Stadt und Eigentümer verlassen mit den Granaten den Fundort. Quelle: Mirko Bartels
Scharnhorst

Einen erschreckenden Fund machten Feuerwehrleute in Scharnhorst, als sie nach Abschluss von Löscharbeiten im Schutt eines Hauses nach versteckten Brandnestern suchten: Sie fanden eine Mörsergranate und weitere Munitionsstücke unter den Trümmern des völlig zugemüllten Hauses.

Angefangen hatte für die Brandretter aus Neustadt, Basse, Scharrel, Otternhagen und Suttorf alles am Donnerstagabend: Kurz vor 21 Uhr waren sie alarmiert worden, fanden im Wald bei Scharnhorst eine etwa 100 Quadratmeter messende Campinghütte und einen in der Nähe stehenden Wohnwagen im Vollbrand vor.

Brennendes Haus ist voller Unrat

„Wegen der großen Rauchsäule und der Lage haben wir kurzfristig die Alarmstufe erhöht und mehrere Wehren ausrücken lassen“, sagt Dennis Hausmann, Sprecher der Feuerwehr. Insgesamt 66 Einsatzkräfte waren schließlich vor Ort – darunter neun Trupps unter Atemschutz, um das Feuer zu bekämpfen. Trotz der umgehend begonnenen Löscharbeiten zerstörten die Flammen das Gebäude und den Campinganhänger vollständig. Erschwert wurde die Arbeit der Feuerwehr durch den Zustand des Hauses: Bis über einen Meter hoch türmte sich der Müll in den Räumen des Messie-Haushaltes.

„Bereits beim Brand kam es immer wieder zu kleinen Verpuffungen. Die rührten wahrscheinlich von Spraydosen, waren aber häufiger zu hören als normal“, sagt Hausmann weiter. In den Wohnwagen fanden die Einsatzkräfte außerdem zwei Gasflaschen, die sie sicherten. Ab 2 Uhr waren dann nur noch Feuerwehrleute aus Scharrel mit Nachlöscharbeiten und der Brandwache beschäftigt.

Granaten unter den Trümmern

Freitagmorgen wollte der stellvertretende Stadtbrandmeister Torben Klingemann das Grundstück auf versteckte Brandnester untersuchen und erlebte eine Überraschung: Er fand eine Mörsergranate unter den Trümmern. Klingemann alarmierte umgehend die Polizei und meldete den Fund an die Stadt Neustadt und die Eigentümer des Grundstückes.

Beamte einer Sonderabteilung des Landeskriminalamtes konnten gut zwei Stunden später Entwarnung geben: Bei der Durchsuchung der Trümmer bargen sie zwar noch weitere Munition, identifizierten die Fundstücke aber als unbrauchbar gemachte Dekorationsstücke.

Polizei sucht nach Zeugen

Auch die Ermittler des Zentralen Kriminaldienstes untersuchten den Brandort, konnten die Ursache für das Feuer aber bislang nicht abschließend feststellen. Den entstandenen Schaden schätzen sie auf 10.000 Euro.

Eine Brandstiftung könne nicht ausgeschlossen werden heißt es nun aus Hannover. Deswegen werden Zeugen gesucht. Hinweise zu ungewöhnlichen Beobachtungen in Scharnhorst können unter Telefon (0511) 109 5555 beim Kriminaldauerdienst gemeldet werden.

Mehr aktuelle Polizeimeldungen aus Neustadt finden sie hier.

Von Mirko Bartels

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