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Nachrichten MS-Kontaktgruppe geht die Krankheit gemeinsam an
Region Neustadt am Rübenberge Nachrichten MS-Kontaktgruppe geht die Krankheit gemeinsam an
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00:15 23.05.2019
Die Mitglieder der MS-Kontaktgruppe Neustadt/ Wunstorf kommen aus der Kernstadt, den Dörfern, aus Bad Nenndorf und Hannover. Quelle: Carola Faber
Neustadt

Erste Symptome der Krankheit wurden bereits in der Kindheit von Bernd Krause festgestellt. „Damals konnte man noch nichts damit anfangen“, berichtet er. Erst 1979 stand die Diagnose, Multiple Sklerose (MS), fest. Heute benötigt der ehemalige Verwaltungsbeamte beim Innenministerium einen Rollstuhl.

„Die Auswirkungen durch die unterschiedlichen Verläufe und die vielen verschiedenen offensichtlichen und versteckten Symptome zeigen sich in allen Lebensbereichen und beeinträchtigen oft Chancengleichheit sowie Selbstbestimmtheit und damit die Lebensqualität“, sagt Bernd Krause. „Um einen Mehrwert an Lebensqualität zu erreichen, müssen Barrieren überwunden werden. Wir möchten die Öffentlichkeit darauf aufmerksam machen", sagt Krause, der als Vorsitzender der MS-Kontaktgruppe unter anderem das Jahresprogramm für die Betroffenen organisiert. Auch Familienmitglieder seien in der Gruppe willkommen, betont er.

Dazu gehört der Tagesausflug mit dem Bus nach Hamburg, der Vortrag einer Heilpraktikerin, das Spargel- und Grünkohlessen sowie die Weihnachtsfeier. „Diese Treffen sind für uns sehr wichtig. Wir führen Gespräche und tauschen uns aus. Es werden Ängste abgebaut und es wird beraten. Wir haben aber auch viel Spaß und lachen miteinander“, bestätigt Krause.

Symptome treten oft schubweise auf

Multiple Sklerose ist die häufigste Erkrankung des zentralen Nervensystems. Die Symptome treten schubweise oder schleichend auf. Das Krankheitsbild kann sehr unterschiedlich aussehen. „MS ist auch bekannt als die Krankheit mit den 1000 Gesichtern. Es können zunehmend Lähmungen, Gefühlsstörungen, Spastik oder auch Demenz auftreten. Es gibt inzwischen Mittel gegen die Symptome und die Krankheit. Ich bekomme zum Beispiel alle drei Monate eine hohe Dosis Cortison“, erzählt Krause beim Stammtisch der MS-Kontaktgruppe Neustadt/Wunstorf.

„Ich bin froh, dass es den Stammtisch gibt“

„1970 zeigten sich bei mir die ersten Symptome. Ich hatte Sehstörungen. Damals vermutete man eine Sehnervenentzündung. Erst 1984 wurde bei mir dann MS diagnostiziert. Und mit 51 Jahren musste ich in Rente gehen“, berichtet Marianne Ebersbach aus Dudensen. „Während der Schwangerschaft gab es bei mir die ersten Anzeichen“, sagt Petra Blumenthal, und erzählt weiter: „Ich konnte auf meinem linken Auge nur grau sehen. Inzwischen benötige ich im Alltag einen Rollator.“ Ihr Mann unterstütze sie sehr: „Er fährt mich zur Krankengymnastik oder zu den Behandlungen. Für den Stammtisch fährt er mich von Bad Nenndorf erst zu meiner Freundin, ebenfalls eine Betroffene, nach Großenheidorn. Gemeinsam geht es dann zum monatlichen Stammtisch nach Neustadt. Ich bin froh, dass es den gibt“, sagt Blumenthal.

Weitere Informationen sind erhältlich unter www.dmsg-niedersachsen.de oder www.snrue.de

Von Carola Faber

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