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Nachrichten Kita-Notbetreuung: Stadt plant zunächst bis Ende März
Region Neustadt am Rübenberge Nachrichten Kita-Notbetreuung: Stadt plant zunächst bis Ende März
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19:55 16.03.2020
Marlon (4) hat es gut getroffen: Statt in den Kindergarten geht er mit Mutter Maike Kerbaum und Vater Sven Severloh ein Eis essen. Quelle: Kathrin Götze
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Neustadt

Nachdem die Landesregierung verfügt hat, dass der Betrieb der Kindertagesstätten ausgesetzt bleiben soll, haben Stadt und freie Träger eine Notfallbetreuung organisiert. In allen Kitas der freien und öffentlichen Träger würden Gruppen vorgehalten, teilt Stadtsprecherin Carmen Rigbers mit. Allerdings sind die Plätze darin den Eltern vorbehalten, die in der sogenannten „kritischen Infrastruktur“ arbeiten.

Gemeint sind die Beschäftigten im Gesundheitsbereich, medizinisch und pflegerisch, die in Polizei, Rettungsdiensten, Katastrophenschutz und Feuerwehr, außerdem die im Vollzugsbereich einschließlich Justiz- und Maßregelvollzug sowie andere beschäftigte, die Staats- und Regierungsfunktionen wahrnehmen: Auch die Daseinsvorsorge soll gesichert bleiben, das gilt für Wasser-, Strom- und Gasversorgung ebenso wie für Lebensmittelversorgung, Informationstechnik und Telekommunikation sowie des Finanzwesens.

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Ausnahmen nur in Härtefällen

Voraussetzung für die Notfallbetreuung sei allerdings, dass beide Elternteile beziehungsweise ein allein erziehender Elternteil in diesem Bereich tätig sind. Diese Bedingung wurde nachträglich konkretisiert, wird offenbar je nach Einrichtung unterschiedlich streng eingehalten. Auch in Härtefällen, bei drohender Kündigung oder erheblichem Verdienstausfall könne betreut werden, heißt es weiter, dafür sei allerdings eine Bescheinigung des Arbeitgebers nötig. Ein Formular für die Anmeldung für die Zeit bis Ende März liegt auf dem Stadtportal www.neustadt-a-rbge.de unter dem Pfad „Leben in Neustadt/Familien/Kinderbetreuung“ zum Download bereit.

Die Betreuungszeit bleibe grundsätzlich die gleiche wie ursprünglich, sagt Rigbers noch. Und sie weist darauf hin, dass Kinder nicht betreut werden können, wenn sie sich in den vergangenen 14 Tagen in einem vom Robert-Koch-Institut definierten Risikogebiet aufgehalten haben oder Kontakt zu einer Person haben, von der eine Infektion mit Covid-19 bestätigt ist – unabhängig von Symptomen. Sollte das Kind irgendwelche Krankheitssymptome zeigen, sei die Betreuung ebenfalls nicht möglich.

Weitere Fragen zur Notfallbetreuung beantwortet das Familien-Servicebüro unter (05032) 84323 oder 84342.

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Von Kathrin Götze