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Nachrichten Kindertagesstätten bekommen Wortschatz-Zertifikat
Region Neustadt am Rübenberge Nachrichten Kindertagesstätten bekommen Wortschatz-Zertifikat
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19:05 10.07.2019
Simone Schmidt-Stach (links) und Carina Peschel gucken mit den Kindern ein selbst gebasteltes Reise-Fotobuch an - da gibt es reichlich zu erzählen. Quelle: Kathrin Götze
Neustadt/Borstel

Wer glaubt, Kinder lernten Sprache einfach ganz nebenbei, hat nur zum Teil Recht: Mit reichlich Ansprache, Vertrauen und Spaß nimmt der Nachwuchs deutlich mehr Wortschatz und Grammatik mit in die Zukunft. Spezialistinnen auf diesem Gebiet sind jetzt acht Mitarbeiterinnen aus den Kindertagesstätten Rübenzwerge in Neustadt sowie Kraut und Rüben in Borstel.

Kinder lernen auch beim Kuscheln

Immer eine gute Idee ist es, in einer gemütlichen Kuschelecke gemeinsam Bilderbücher anzusehen und darüber ins Gespräch zu kommen. Das erläuterte Fachberaterin Ute Kopper von der Region Hannover, als sie am Mittwoch die Zertifikate für die Mitarbeiterinnen in den beiden Einrichtungen vorbeibrachte. Im umgenutzten Reihenhaus der Rübenzwerge an der Von-Weber-Straße wurde eine echte kleine Feierstunde daraus, während der die Kinder zuerst geduldig zuhörten, hin und wieder auch mal ein Wort einwerfen durften und sich schließlich von den Eltern vorbereitete Obstspieße schmecken ließen.

„Ihr habt das immer richtig genossen, wenn ihr Simone oder Carina mal ganz für Euch hattet, und ihr habt dann auch Sachen erzählt, die gar nicht mehr im Buch standen“, sagte Kopper. Von Zahnarztbesuchen zum Beispiel oder von Urlaubsreisen. Über die Reisen haben die Erzieherinnen mit den Kindern sogar ein gemeinsames Fotobuch erstellt, in dem jedes Kind von vergangenen Reisen berichten oder Traumziele nennen konnte – auch mit Blick auf all die verschiedenen Sprachen, die in den Ländern gesprochen werden. Und vielleicht auch in der Kita.

Mimik und Gestik zählen auch zum Sprachschatz

Als Leiterin Simone Schmidt-Stach das Buch bei der Feier zur Hand nahm, scharten sich die Kinder schnell um sie und Kollegin Carina Peschel, um sich ausführlich über Reisen und Reisepläne auszutauschen. „Ihr sprecht dann auch ohne Worte, wenn ihr zum Beispiel die Augen ganz weit aufmacht, oder wenn ihr anfangt zu hüpfen – Mimik und Gestik nennt man das“, sagte Kopper.

95 Stunden dauert die Fortbildungsreihe, die die Leiterinnen und Erzieherinnen durchlaufen. Auch Leiterin Katja Müller-Eidam von der Borsteler Kita Kraut und Rüben hat sie gemeinsam mit ihren Mitarbeiterinnen Petra Reich, Maren Schmidt, Saskia Stengel, Ines Träbert und Evelyn Tronnier absolviert. Dort ist jetzt das ganze Team in Sachen Sprachvermittlung auf neustem Stand.

Das Borsteler Team der Kita Kraut und Rüben bekommt seine Zertifikate (von links): Ute Kopper, Evelyn Tronnier, Petra Reich, Saskia Stengel, Katja Müller-Eidam, Ines Träbert und Maren Schmidt. Quelle: privat

Fortbildung neben Umzug und Erweiterung der Öffnungszeit

Die Zertifikate nahmen die Mitarbeiterinnen dort am Mittwochnachmittag während einer Teambesprechung entgegen: „Ganz ruhig und im kleinen Kreis“, sagt Leiterin Müller-Eidam. Die Besatzung hatte in jüngster Zeit mit dem Umzug in die prächtig ausgebaute Alte Schule in Borstel genug zu tun. „Nebenher haben wir auch noch eine Ausweitung unserer Öffnungszeiten vorbereitet“, sagt Müller-Eidam. Eine Gruppe mit 25 Plätzen wird ab August bis 15 Uhr betreut, die andere weiterhin bis 13 Uhr.

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Von Kathrin Götze

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