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Region Neustadt am Rübenberge Nachrichten Wer hat ein totes Kalb, Zaziki und Partyreste ins Getreidefeld geworfen?
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15:21 10.07.2019
Nahe des Abzweiges am Kilometer 1,9 an der K 312 zwischen Vesbeck und Hope liegt ein widerrechtlich entsorgter Schlachttierkadaver. Quelle: Patricia Chadde
Warmeloh

Zahlreiche Hundebesitzer zweigen gerne von der K 312 zwischen Vesbeck und Hope auf einen Feldweg ab, um mit ihren Hunden zwischen den Anbauflächen spazieren zu gehen. Eine aufmerksame Hundehalterin, beziehungsweise ihr tierischer Gefährte, machte dabei vergangenen Montag eine widerliche Entdeckung im Getreidefeld. In Höhe von Kilometer 1,9 führte eine schmale Spur niedergetrampelter Getreidehalme zu einem Rondell, wo ein Knochenhaufen lagerte. Der üble Gestank verwesenden Fleisches hatte den Hund auf die Fähe der Umweltverschmutzer gelockt.

Großes, totes Tier verwest im Getreidefeld

„Wir wurden von der Polizei darüber informiert, dass ein großes, totes Tier im Roggenfeld eines örtlichen Landwirts liege“, so Jagdpächter Helge Stummeyer. Umgehend fuhren Jagdaufseher und weitere Jäger des Reviers zur angegeben Stelle. Anstelle des toten, jagdbaren Wildes, für dessen Entsorgung tatsächlich die Jäger des Revieres zuständig gewesen wären, entdeckten sie verwesende Schlachtabfälle. Neben einem Schulterblatt und großen Oberschenkelknochen, die mutmaßlich von einem Kalb oder jungen Rind stammen, fanden sich außerdem verschiedene Fleischreste, von Schwarte bis Speck. Noch eingeschweißte, aber stark verdorbene Würstchen waren ebenfalls abgeladen worden. Sogar einen geräucherten, verpackten Aal fanden der Jagdaufseher zwischen dem erntereifen Getreide.

Aal, Aioli-Creme und Zazikibecher verunreinigen Ernte

„Bei genauer Durchsicht des stinkenden Kadaverhaufens konnten wir außerdem Plastikbecher mit Aioli und Zaziki entdecken, wie sie ein Supermarkt in der Nähe vertreibt“, stellte Jägerin Sigrid Asche fest. „Möglicherweise wollte jemand schnell und kostengünstig seine Partyreste entsorgen“, so die Mutmaßung von Jagdaufseher Karsten Ahlborn. Er erstattete umgehend Anzeige gegen unbekannt bei der Polizei in Mandelsloh und ist zuversichtlich, die Umweltfrevler zeitnah entlarven zu können.

Dabei könnte sich die scheinbar preiswerte Kadaver-Entsorgung zu einer teuren Angelegenheit entwickeln. Wären die tierischen Überreste unentdeckt geblieben, hätten sie sehr wahrscheinlich den demnächst anrückenden Mähdrescher beschädigt. Das Roggenfeld steht kurz vor der Ernte. Aktuell muss der betroffene Landwirt allerdings nur einige Quadratmeter Futtergetreide abschreiben, was immerhin noch einen Schaden von ein paar Hundert Euro bedeutet.

Aufgrund der steigenden Zahl der Vorfälle wild abgeladenen Mülls, sind sich Warmeloher wie Vesbecker Jäger einig, jedwede Umweltverschmutzung sofort zur Anzeige zu bringen.

Zeugen sollten sich bei der Polizei in Mandelsloh unter Telefon (05072) 77 20 80 melden.

Weitere Meldungen zu Polizei- und Feuerwehreinsätzen in Neustadt finden Sie hier.

Von Patricia Chadde

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