Menü
Neue Presse | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Nachrichten Friedhof Eilvese wird umgestaltet
Region Neustadt am Rübenberge Nachrichten Friedhof Eilvese wird umgestaltet
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
12:25 22.03.2019
Auch der Eilveser Friedhof soll an die geänderten Ansprüche zum Thema Friedhofskultur angepasst werden. Quelle: Mirko Bartels
Eilvese

 In den nächsten Wochen beginnt die Umgestaltung des evangelischen Friedhofs in Eilvese. Insgesamt drei Flächen sollen in mehreren Bauabschnitten bearbeitet und modernisiert werden. „Die Bestattungskultur hat sich auch in Eilvese in den letzten Jahren sehr verändert“, sagt Kirchenvorsteher Hartmut Neumann. Die zunehmende Nachfrage nach pflegefreien und Urnenbestattungen habe den Eilveser Kirchenvorstand veranlasst, den Friedhof zu überplanen, um diesem Trend nachzukommen.

6054 Quadratmeter misst der Friedhof, der direkt hinter der Kirche liegt. 530 Grabstätten gibt es zu Zeit, ausgelegt ist er für 880. Angebote von Fachfirmen für Friedhofsplanung habe man im vergangenen Jahr bereits eingeholt. „Uns war es wichtig, auch den Bereich Biodiversität im Auge zu behalten“, sagt Neumann. Man folge damit einer Empfehlung der Landeskirche Hannover. In Eilvese soll eine Totholzhecke neuen Lebensraum für viele Tiere schaffen.

Einen ersten Schritt zur Verbesserung ihre Friedhofs haben die Gemeindemitglieder bereits selber in Angriff genommen: Sie haben den Grüngutsammelplatz neu gestaltet. Damit soll die Entsorgung nach der Grabpflege einfacher werden. Gleichzeitig wolle man verhindern, dass immer wieder wilder Müll an dieser Stelle abgeladen wird, sagt Neumann. Die Umgestaltung soll im April beginnen. Drei bis vier Wochen seien geplant. In dieser Zeit könne es immer wieder auch zu kleinen Einschränkungen auf dem Gelände kommen, sagt Neumann.

Eilvese geht es wie vielen anderen Gemeinden in der Region: Die Friedhöfe der Kirchengemeinden haben ein häufig ein ökonomisches Problem: Der Trend zu kleineren und damit preisgünstigeren Urnengräbern ist ungebrochen, der Unterschied zu den Kosten einer Sargbestattung beträgt dabei oft einige Hundert Euro. Für Kirchengemeinden bedeutet das: Weniger Einnahmen und steigende Kosten, weil nicht benötigte Friedhofsflächen gepflegt werden müssen.

Zusätzliche Konkurrenz gibt es durch kommunale Friedhöfe und die wachsende Beliebtheit von so genannten Friedwäldern. Die evangelische Landeskirche will dieser Entwicklung mit besseren Angeboten begegnen und ihr Friedhofsgeschäft aktuellen Marktbedingungen aussetzen. Ein Informationsblatt mahnte bereits letztes Jahr eindringlich: „Wer sein Angebot als Friedhofsträger der veränderten Nachfrage nicht anpasst, wird einen deutlichen Nachfragerückgang erleben.“ Gebührenerhöhungen könnten eine „wirtschaftliche Abwärtsspirale“ nicht aufhalten, weil es auf dem Bestattungsmarkt ausreichend konkurrierende Angebote gebe.

Von Mirko Bartels

In der Fastenzeit veranstaltet die Liebfrauenkirche ein Konzert mit dem Solobratscher des Theaters Regensburg, Hilmar Kupke.

22.03.2019

Wer Verbesserungen für Radfahrer erzielen will, braucht einen langen Atem. Die Grünen diskutierten mit Radfahrern und Fachleuten, wo in Neustadt Knackpunkte liegen.

21.03.2019

Umwelttage haben wieder Konjunktur: In zahlreichen Dörfern wird am Sonnabend Müll aus Feldmark und Grünanlagen gesammelt. Auch Neustadts Kernstadt ist diesmal dabei, und zwar zum ersten Mal.

21.03.2019