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Nachrichten Dorfrundgang mit zwei Bürgermeistern: Wird die Kita ausgebaut?
Region Neustadt am Rübenberge Nachrichten Dorfrundgang mit zwei Bürgermeistern: Wird die Kita ausgebaut?
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00:24 29.06.2019
Kita-Leiterin Kerstin Schiller wünscht sich Variante drei, die Erweiterung der Bürener Kita für drei Gruppen. Quelle: Mario Moers
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Büren

Muss die Kindertagesstätte in Büren während der bevorstehenden Sanierung in einen Container umziehen, oder lässt sich das durch einen (Teil-)Neubau vermeiden? Bürgermeister Uwe Sternbeck hat zu diesem Thema eine klare Haltung. „Aus Sicht der Verwaltung ist die containerfreie Lösung klar zu bevorzugen“, sagte er. Fragen zur Kita-Sanierung und zu einer möglichen Erweiterung standen am Dienstag im Fokus vieler Bürger, die sich zum Bürgermeister-Dorfrundgang an der Kita getroffen hatten. Zu seinem jährlichen Besuch hatte der amtierende Verwaltungschef seinen designierten Nachfolger Dominic Herbst mitgebracht. Eine gute Entscheidung, wie sich herausstellte, denn Fragen stellten die 35 Bürger vor allem zu Dauerbrennerthemen, die sich bis zur Amtsübergabe im November kaum erledigt haben werden.

Kita-Leiterin Kerstin Schiller (Dritte von rechts) und Ortsbürgermeister Hartmut Evers (Dritter von links) hatten viele Fragen an das Bürgermeister-Duo. Quelle: Mario Moers

Entscheidung steht aus

Während das Bürgermeister-Duo noch im Kita-Garten diskutierte, beschäftigte sich derweil der Jugend- und Sozialausschuss im Rathaus mit der Zukunft der sanierungsbedürftigen Kita und den drei vorgesehenen Varianten. Variante eins sieht die Sanierung des bestehenden Gebäudes und die Einrichtung von Büroräumen vor. Diese Lösung würde Platz für eine zusätzliche halbe Gruppe schaffen. Aktuell werden dort 30 Kinder aus zwölf Ortschaften betreut. Variante zwei verzichtet auf die Büroräume und ist mit rund 1,5 Millionen Euro 200.000 Euro günstiger als die erste. Der Haken an beiden Varianten: In der Umbauzeit müsste die Kita in mobile Container ziehen.

„Deshalb wollen wir hier alle den Anbau“, appellierte Kita-Leiterin Kerstin Schiller an die Bürgermeister, die dritte Variante voranzutreiben. Die kostet mit rund 2,3 Millionen Euro zwar am meisten, schafft aber Platz für insgesamt drei Gruppen durch einen Anbau. Bis der steht, könnte das Altgebäude weitergenutzt werden. Der Ausschuss vertagte seine Entscheidung zu den Varianten bis nach den Sommerferien. Fehlende Zahlen zu möglichen Zuschüssen führten zu dem Aufschub. „Angesichts der vielen anstehenden Kita-Ausbauten müssen wir alle Zahlen berücksichtigen“, sagte SPD-Ausschussmitglied Lea-Mara Sommer.

Wasser lieber aus der Flasche? „Versprechen Sie uns, sich um nitratarmes Wasser für Büren zu kümmern?, fragten gleich mehrere Bürger den designierten Bürgermeister Dominic Herbst. Der will das Problem mit dem Rat, den Stadtwerken und Wasserverbänden gemeinsam lösen. Quelle: Mario Moers

Rettung für das Dorfgemeinschaftshaus?

Für ein zweites sanierungsbedürftiges Gebäude zeichnet sich dagegen zumindest eine Übergangslösung ab. „Setzen Sie sich bitte unbedingt für den Erhalt des Dorfgemeinschaftshauses in Bevensen ein“, sagte eine Bürgerin zu Sternbeck und Herbst. Ein unsicheres Dach könnte dort perspektivisch zur Sperrung führen. Bevor die Gäste antworten konnten, gab Ortsbürgermeister Hartmut Evers Entwarnung: „Ein Statiker hat die Sache geprüft und festgestellt, dass ein Stützbalken den Betrieb für mindestens drei Jahre sicherstellt.“

Von Mario Moers