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Region Neustadt am Rübenberge Nachrichten Deshalb hat die CDU die Bürgermeisterwahl verloren
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00:19 30.05.2019
Der Bürgermeisterkandidat der CDU, Stefan Porscha, hat es nicht in die Stichwahl geschafft. Quelle: Mirko Bartels
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Neustadt

Bürgermeisterwahl ist Personenwahl. Und Vertrauenssache. Wie entsteht Vertrauen in einem ländlichen Zusammenhang? In persönlichen Begegnungen, in thematischer Auseinandersetzung. Und in der Lösung von Konflikten. Da mag das Problem der CDU liegen. Sie hat lange Zeit ihre inneren Konflikte nicht thematisiert – Konflikte, die denen der Stadt mit ihren 34 Dörfern entsprechen. Als sich Dorf-Vertreter Stefan Porscha bei der Kandidatenaufstellung gegen Kernstadt-Mann Hergen Scheve durchsetzte, sprach der Unterlegene von einem Stadt-Dörfer-Konflikt, der die CDU beschäftigen werde.

Die Partei verzichtete darauf, den Konflikt zu bearbeiten, und stellte Stefan Porscha auf, der sein Dorf mit viel Engagement vertritt, aber die große Kommunikationsstärke seiner Mitbewerber vermissen lässt. Der Konflikt kam in Person von Jürgen Stach zurück, der aus der CDU austrat, um seiner Unzufriedenheit mit dem internen Wahlergebnis mittels Gegenkandidatur Ausdruck zu geben. Er hat zahlreiche CDU-Wähler mitgenommen. Am Wahlabend, als die meisten Parteifreunde bei der Unions-Wahlparty im Penthouse schon die Köpfe hängen ließen, sprach der Ratsfraktionschef Sebastian Lechner davon, dass die CDU bei der Europawahl in Neustadt und bundesweit stärkste Partei geworden ist. Bei der Bürgermeisterwahl wäre sie das auch gewesen – ehemalige Mitglieder eingeschlossen.

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Von Kathrin Götze