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Nachrichten Neue Baugebiete: Ortsräte reden mit
Region Neustadt am Rübenberge Nachrichten Neue Baugebiete: Ortsräte reden mit
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20:02 04.02.2014
Von Kathrin Götze
Wo sollen im Neustädter Land neue Baugebiete ausgewiesen werden? Zu diesem Thema sollen zuerst die Ortsräte gehört werden.
Wo sollen im Neustädter Land neue Baugebiete ausgewiesen werden? Zu diesem Thema sollen zuerst die Ortsräte gehört werden. Quelle: Symbolbild: Renate Brämer
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Neustadt

„Die Ortsräte bilden die kommunalpolitische Schnittstelle zu den Bürgern“, argumentieren Willi Ostermann und Tobias Mundt von der UWG-Fraktion. Es könne Stadt und Ortsräten guttun, wenn die Vertreter ihre Ortskenntnisse in die Beratungen einbrächten.

„Das ist auch die Auffassung der Stadtverwaltung“, sagte Stadtsprecher Stefan Bark gestern. Ursprünglich habe man mit dem Vorschlag, neue Baugebiete nur noch in lokalen Zentren zu entwickeln, erst beim Rat „vorfühlen“ wollen. Nun sollen die Ortsräte bis Donnerstag, 10. April, Voten oder Stellungnahmen zum Thema abgeben.

In vielen Ortschaften sorgt der Vorschlag für Ärger: Die für kleinere Dörfer vorgesehene „Innenentwicklung“ scheitere oft an mangelnder Bereitschaft der Eigentümer, freie Grundstücke zu verkaufen, sagt etwa Bordenaus Ortsbürgermeister Harry Piehl (SPD). Sein Amtskollege Heinrich Zieseniß (CDU) aus Mariensee sagt, ihm sei nicht klar, warum Dörfer wie Mariensee oder Schneeren nicht zu den Zentren zählen sollten. „Das einzige, was uns fehlt, ist ein Lebensmittelgeschäft.“ Zieseniß ist mit Stefan Porscha (Schneeren, CDU) in Kontakt, um das Vorgehen zu besprechen.

Anders sieht es etwa Bodo Messerschmidt (SPD) aus Mandelsloh: „Die Leute ziehen weg und sterben - wie sollen da alle Dörfer weiter wachsen?“, sagt er. „Wir müssen die Zentren stärken.“