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Nachrichten Toter aus der Leine ist der 34-jährige Mihail T.
Region Neustadt am Rübenberge Nachrichten Toter aus der Leine ist der 34-jährige Mihail T.
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00:17 14.03.2016
Die Polizei sucht die Leine bei Neustadt nach Leichenteilen ab - das kleine Foto zeigt Mihail T. Quelle: Elsner/Behrens/Montage
Neustadt

Der Tote ohne Kopf, den die Feuerwehr am Mittwoch aus der Leine im Neustädter Stadtteil Bordenau gezogen hat, ist identifiziert. Nach Angaben der Polizei handelt es sich um einen 34-Jährigen aus Hannover. Er war bereits im Januar als vermisst gemeldet worden. Die Experten konnte ihn anhand eines Fingerabdruckvergleichs identifizieren. Das bedeutet aber im Umkehrschluss: Der 34-Jährige ist in der Vergangenheit bereits mit der Polizei in Kontakt geraten.

Was genau vorgefallen ist, dazu möchte sich die Polizei nicht äußern. Nach HAZ-Informationen handelt es sich bei dem Toten um Mihail T. aus Herrenhausen. Sein Bruder hatte ihn am 12. Januar bei der Polizei als vermisst gemeldet. Die Beamten hatten damals alle Krankenhäuser sowie Adressen abgefahren, an denen sich der junge Mann regelmäßig aufgehalten hat. Schließlich wandte sich seine Mutter an die Öffentlichkeit. Mihail T. galt als psychisch krank. In seiner Wohnung lagen seine Geldbörse, sein Handy, seine EC-Karte und seine Krankenversichertenkarte. Nur sein moldauischer Ausweis fehlte. Die Familie war vor 18 Jahren aus der Republik Moldau nach Deutschland gekommen.

Die Mutter des 34-Jährigen bestätigte gegenüber der HAZ den Tod ihres Sohnes: „Die Polizei war heute Nachmittag bei mir“, sagt Roza T. Am Tag vor dem Verschwinden hatte sie noch mit ihrem Sohn telefoniert. Er hatte seinen Hausschlüssel verloren. Etwas Ungewöhnliches sei der Mutter am Verhalten ihres Sohnes damals aber nicht aufgefallen.

Brisant an dem Fall ist der Umstand, dass der 34-Jährige in unmittelbarer Nähe eines anderen Mordopfers gewohnt hat, dessen zerstückelte Leiche ohne Kopf im Sommer 2015 im Mittellandkanal gefunden wurde. Die Wohnung des 70-jährigen Bernd M., dessen Fall bis heute nicht aufgeklärt ist, liegt exakt 110 Meter von der Wohnung des 34-Jährigen entfernt. Die Staatsanwaltschaft prüft, ob es Zusammenhänge gibt.

Mit der Klärung der Identität des Toten sind die Ermittler der Mordkommission „Leine“ der Lösung des Falls einen großen Schritt näher gekommen. Dennoch sind viele Fragen offen: Sie kennen nicht den eigentlichen Tatort, an dem Mihail T. ermordet wurde, sie haben keine Tatwaffe und kein Motiv. 

Am Freitagvormittag suchte die Polizei die Fundstelle in Bordenau mit drei Leichenspürhunden, einer Tauchergruppe aus Braunschweig und einer Drohne ab, um das fehlende Körperteil zu finden. Doch die Hunde schlugen nicht an. Um kurz vor 12 Uhr wurde die Suche ergebnislos eingestellt. Die Ermittler hatten bereits einen Tag zuvor Fotos von den Kleidungsstücken des Toten veröffentlicht. Am Tag seines Verschwindens trug Mihail T. eine schwarze Hose, ein rotes T-Shirt, und schwarze Schuhe der Marke „Rieker“ in Größe 43.

Von Jörn Kießler und Tobias Morchner

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