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Region Neustadt am Rübenberge Nachrichten Ideen für die Innenstadt sind gefragt
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17:07 28.03.2019
Was passiert mit dem Grundstück des Feuerwehrgerätehauses, wenn die Brandbekämpfer in ihr neues Zentrum umziehen? Quelle: Hannah Pfeiffer
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Neustadt

Große Bewegungen zeichnen sich in der Innenstadt ab, mit Neubauten für Rathaus, Büros und Handel am Bahnhof und dem neuen Feuerwehrzentrum werden die vorher genutzten Immobilien nicht mehr benötigt. Doch was kommt danach? Mit dieser Frage beschäftigen sich Bürger und Stadtverwaltung seit gut einem Jahr unter dem schönen Stichwort Insek – die Abkürzung steht für ein „integriertes Innenstadtentwicklungskonzept“.

Gemeint ist ein Plan mit einer langen Liste von Projekten, die helfen, die Innenstadt schönen, lebenswerter, besser nutzbar zu machen. Ein solcher Gesamtplan kann öffentlichen und privaten Investoren helfen, an Fördergeld für ihre Vorhaben zu kommen. In Workshops im vergangenen Jahr haben zahlreiche Bürger mit dem begleitenden Planungsbüro Plan zwei eine Bestandsaufnahme gemacht, Ärgernisse und Wünsche zusammengetragen.

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Auch das freibadgelände liegt im Einzugsbereich des Innenstadtkonzeptes. Quelle: Hannah Pfeiffer

Arbeit am Konzept für Innenstadt ruhte für ein Jahr

Die Arbeit am Konzept hatte eigentlich im Juni weitergehen sollen – doch mit der Gerichtsentscheidung, zum neuen Rathausstandort müsse es ein Bürgerbegehren geben, lagen die Planungen zunächst auf Eis. Nun sollen sie mit einem Jahr Verspätung weiterlaufen. Der neue Rathausstandort wird darin ebenso berücksichtigt wie das neue Geschäfts- und Bürohaus am ZOB und weitere Ideen, die in der Stadtverwaltung seit Jahren reifen, etwa ein Verkehrskonzept und das so genannte „Zielkonzept Parken 2030“. Auch über einen besseren Zugang von der Innenstadt zur Leineniederung denkt Stadtplaner Friedrich Wippermann schon länger nach.

Auch Raum für Veranstaltungen ist gefragt

Aus den Workshops und aktuellen Entwicklungen ergeben sich weitere Anregungen, etwa, dass neue Wege und Unterstellmöglichkeiten in der Innenstadt erwünscht wären oder, dass die Stadt neue Möglichkeiten für Tagungen, Versammlungen und andere Veranstaltungen braucht, wenn das Veranstaltungszentrum Leinepark einmal wegfallen sollte – Einschränkungen gibt es seit November, weil die Bibliothek übergangsweise im Bürgersaal dort untergebracht ist.

Neben neuen Geschäftsflächen ist auch Wohnraum in der Innenstadt gefragt, von Dachterrassen war in einem der Workshops die Rede. Günstiger Standort für ein neues Hotel wäre möglicherweise das Grundstück an der Lindenstraße, auf dem noch das Feuerwehrgerätehaus steht. Energetische Sanierung und Klimaschutz und klimaschonender Mobilität sind weitere Aspekte, die ins Konzept eingehen sollen.

Der Einzugsbereich für das Innenstadtkonzept wird möglicherweise noch erweitert. Quelle: Grafik: Amparo Llorens-Gracia

Einzugsgebiet wird festgelegt

Die Stadtverwaltung hofft nun auf die Zustimmung des Rates, die verschiedenen Ziele zu einem Konzept zusammenzuführen, damit im Sommer dann die Arbeit mit konkreten Projekten beginnen kann. Der Geltungsbereich ist in einer Skizze festgelegt, wird möglicherweise noch für eine Bahnquerung nahe der Siemensstraße im Süden erweitert. Dann werden Haus- und Grundstückseigentümer, Politiker, Vertreter von Institutionen und andere interessierte Bürger erneut zur Mitwirkung eingeladen, um die bisher noch etwa abstrakte Hülle mit konkreten Projekten anzufüllen. „Das soll möglichst zügig gehen“, sagt Planer Wippermann. Die Stadt wolle möglichst bald ins Städtebau-Förderprogramm aufgenommen werden, auch um Projekte wie Gestaltung des Rathausumfeldes mit Fördergeld voranbringen zu können.

Von Kathrin Götze