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Nachrichten Baugebiet Wiklohstraße West ist auf dem Weg
Region Neustadt am Rübenberge Nachrichten Baugebiet Wiklohstraße West ist auf dem Weg
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21:07 25.02.2018
Das geplante Neubeugebiet soll sich zwischen Wiklohstraße und verlängertem Pastor-Simon-Weg in westlicher Richtung an Mandelslohs Ortskern anschließen.
Das geplante Neubeugebiet soll sich zwischen Wiklohstraße und verlängertem Pastor-Simon-Weg in westlicher Richtung an Mandelslohs Ortskern anschließen. Quelle: Mirko Bartels
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Mandelsloh

 Am Ortsrand und gleichzeitig zentral – das muss ein neues Baugebiet erst einmal leisten. In Mandelsloh ist das möglich, dank der speziellen Struktur des Orts: Direkt westlich von Schule, Kindergarten, Kulturzentrum Haasenhof, Seniorenresidenz und Friedhof soll dort ein neues Wohngebiet wachsen. 28 Wohnungen entstehen in drei Gebäuden, die zu einem Generationen übergreifenden Wohnpark gehören, außerdem ist zunächst Platz für zehn Einfamilienhäuser.

Sobald der Satzungsbeschluss gefasst ist, soll die Erschließungsstraße gebaut werden – möglicherweise bereits im April, wenn der Rat die Entscheidung gefällt hat. Aus Sicht von Ortsbürgermeister Günter Hahn (UWG) spricht nicht mehr viel dagegen – der Ortsrat macht am Dienstag, 6. März (19.30 Uhr, im Clubheim des TV Mandelsloh, Überm See 40) den Anfang der letzten Beratungsrunde.

Die Straße bekommt eine wichtige Funktion, sie soll neben den Baufahrzeugen auch den Lieferverkehr für das Seniorenpflegeheim aufnehmen, das Anfang April eröffnen soll. Denn die Anwohner des Pastor-Simon-Wegs, an dessen Verlängerung das Heim gebaut worden ist, wehrten sich nachdrücklich dagegen, dass ihre Wohnstraße zur neuen Zufahrt würde. Auch der Bauverkehr für das Seniorenheim war im Umweg über die Wiklohstraße und verstärkte Wirtschaftswege geleitet worden – auch wenn sich, sehr zum Ärger der Anwohner, nicht jeder Fahrer an die ausgeschilderte Umleitung hielt. 

Nun soll vor dem Seniorenheim eine Absperrung dafür sorgen, dass kein Durchgangsverlkehr mehr durch den Pastor-Simon-Weg fließt. Ob es eine schranke wird, oder, wie von Ortsbürgermeister Hahn befürwortet, ein versenkbarer Poller, muss noch entschieden werden.

Um ein Baugebiet für den Ort haben Hahns Amtsvorgängerin Annegret Messerschmidt (SPD) und ihr Mann Bodo mit dem Arbeitskreis Dorfentwicklung seit mehr als 20 Jahren gekämpft. Ursprünglich war angedacht, es direkt an die Einkaufsmärkte an der Amedorfer Straße anzuschließen, doch die Idee wurde aus verschiedenen Gründen immer wieder verworfen.

Eines der Hindernisse war über Jahrzehnte der Hof eines Schweinezüchters im Ortskern, der sich gegen weitere Besiedlung in der Nähe wehrte, weil er um Existenz und Erweiterungsmöglichkeiten seines Hofes fürchtete. Inzwischen ist der Landwirt gestorben, das zehn Hektar große Grundstück ist an den Neustädter Investor Rahlfs Immobilien verkauft.

Von Kathrin Götze