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Region Lehrte Nachrichten Das Kirchspiel in den Zeiten des Ersten Weltkriegs
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00:22 13.04.2018
Der klassizistische Ausbau der St.-Martinskirche in Sievershausen existiert 2019 sei 200 Jahren. Das ist Anlass für eine Lesung am heutigen Abend. Quelle: Archiv
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Sievershausen

 „Das Kirchspiel Sievershausen vor 100 Jahren“: So lautet der Titel einer Lesung am heutigen Mittwoch ab 19 Uhr im Antikriegshaus am Kirchweg. Gisela Schulz wird dabei aus der Chronik der Kirchengemeinde Sievershausen der Jahre 1909 bis 1922 vorlesen.

Anlass für die Veranstaltung ist auch ein Jubiläum der St.-Martins-Kirchengemeinde in Sievershausen im kommenden Jahr. Dann wird der klassizistische Anbau der Kirche, wie er bis heute besteht, 200 Jahre alt. Grund genug für den Arbeitskreis Ortsgeschichte, Bemerkenswertes aus der Historie der mehr als 1000 Jahre alten ehemaligen Archidiakonatskirche zusammenzutragen. So hat sich Giesela Schulz, Sprecherin des Arbeitskreises, daran gemacht, die handschriftliche Chronik des Kirchspiels Sievershausen von vor rund 100 Jahren in die heute gebräuchliche Schriftform zu übertragen. Diese will sie heute Abend vortragen.

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Chronist jener Zeit war der damalige Inhaber der zweiten Pfarrstelle und spätere Sievershäuser Superintendent Felix Rahn. Ungeachtet seiner nationalkonservativen Grundhaltung, die er auch in Kommentaren deutlich macht und die ihn später zu einem NS-Protagonisten machte, beschreibt Rahn anschaulich die Nöte der Bevölkerung zur Zeit des Ersten Weltkrieges und dessen Ende im November vor 100 Jahren. Weil Rahn als Pastor in erster Linie für die Kirchspielgemeinden der Umgebung zuständig war und in seinen Aufzeichnungen vieles aus diesem Umfeld schildert, dürfte die Lesung auch für Bürger aus den Sievershäuser Nachbargemeinden interessant sein.

Unterstützt wird Giesela Schulz bei ihrer Lesung durch Rolf Schmidt, der ihre Ausführungen durch Bildmaterial aus dem Fundus des Arbeitskreises Ortsgeschichte illustrieren wird. Der Eintritt ist frei.

Von Achim Gückel