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Region Lehrte Nachrichten Ruderer planen neue große Bootshalle
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18:30 03.09.2019
Die derzeitige Bootshalle rechts im Bild ist für die mittlerweile 50 Boote zu klein geworden. Quelle: Katerina Jarolim-Vormeier
Sehnde

Der Ruderverein für das Große Freie Lehrte/Sehnde (RGF) hat große Pläne: Er will auf seinem Vereinsgelände an der Friedrich-Ebert-Straße direkt am Mittellandkanal für rund 110.000 Euro eine neue, deutlich größere Bootshalle bauen. Dafür möchte er nicht nur vom Landessportbund, sondern auch von den beiden Städten Sehnde und Lehrte einen kräftigen Zuschuss für sein Projekt haben – von den beiden Kommunen jeweils rund 21.000 Euro. In Sehnde diskutiert darüber erstmals am Donnerstag der Ausschuss für Schule, Sport, Kultur und Soziales.

Halle für 50 Ruderboote

„Unsere derzeitige Bootshalle ist mittlerweile zu klein“, sagt die erst im März neugewählte RGF-Vorsitzende Cornelia Kampmann zur Begründung des Antrags. Inzwischen habe der mittlerweile 60 Jahre alte Verein 50 Ruderboote im Besitz, welche die ganze Spannbreite an Bootstypen für alle Ruderer im Breiten- und Leistungssport abdeckten – von der Jugend bis zu Senioren. Dazu muss ein Motorboot zur Trainingsbegleitung untergebracht werden. Der Neubau, der für das Frühjahr geplant ist, soll eine Grundfläche von 262 Quadratmetern haben. Das habe eine deutliche Mehrheit der rund 150 Mitglieder bei der Versammlung im April beschlossen. Das Grundstück gehört der Stadt, die es dem Verein im Rahmen des Erbbaurechts bis zum Jahr 2043 zur Verfügung gestellt hat.

Nach Berechnungen des Vereins belaufen sich die Baukosten auf rund 110.000 Euro. Außer den Zuschüssen der Städte Sehnde und Lehrte hofft der RGF auf eine weitere Beihilfe vom Landessportbund in Höhe von fast 32.000 Euro und will als Eigenleistung 840 Arbeitsstunden einbringen. Bei einer Entlohnung nach der Förderrichtlinie der Stadt von 7,50 Euro je Stunde entspräche dies 6.300 Euro, rechnet Kampmann vor. Dazu gehören etwa die Wandverkleidung, Elektroinstallationen, Fundament- und Pflasterarbeiten und der Bau der sogenannten Bootsstellagen, den Regalen für die Boote. Die Bootshalle wird 21 Meter lang, 12,5 Meter breit und vier Meter hoch. Denn allein der Achter ist schon mehr als 17 Meter lang.

Der alte, vor 25 Jahren aus Tropenholz entstandene Steg ist im vergangenen Jahr durch eine aus recyceltem Kunststoff bestehende Konstruktion ersetzt worden. Quelle: Privat

Verein hofft auf Zustimmung der Politik

Weil die Stadt jährlich nur rund 12.000 Euro als Zuschüsse an Vereine ausschüttet, muss die Politik bei Anträgen über Investitionen von mehr als 25.000 Euro im Rahmen ihrer Haushaltsberatungen gesondert entscheiden. Das soll im Dezember im Rat geschehen. Denn laut Richtlinie beträgt der maximale Zuschuss nach Angaben der Verwaltung 20 Prozent der Gesamtkosten, höchstens jedoch 5000 Euro. Anders sieht es in Lehrte aus. Die Stadt würde gemäß ihrer Richtlinie 20 Prozent der Gesamtkosten bezuschussen, bei einer Begrenzung auf maximal 40.000 Euro – und damit deutlich höher als in Sehnde. Das entspricht den rund 21.000 Euro, die der Verein deshalb auch bei der Stadt Sehnde beantragt hat.

Der Verein ist guter Dinge, dass der beantragte Zuschuss auch gewährt wird. Bei bisherigen Bauprojekten in dieser Größenordnung hätten sich die beiden Städte jeweils mit gleich hohen Zuschüssen beteiligt, sagt Kampmann. Dazu gehörten der Neubau der ersten Bootshalle im Jahr 1968 auf dem alten Vereinsgelände an der Eisenbahnbrücke und der Neubau der jetzigen Bootshalle und des Clubhauses Anfang der Neunzigerjahre. Außerdem habe der Verein mit viel Engagement und Eigenleistung den Breiten- und Leistungssport immer mehr ausgebaut – trotz teils widriger Umstände wie Mangel an Räumen, Sanitäreinrichtungen und ausreichendem Anlegesteg. Erst im vergangenen Jahr hatte der Verein eine neue Steganlage gebaut.

Regenwasserzisterne zum Boote waschen

Die neue Halle soll im Frühjahr gebaut werden. Vorher möchte der Verein jedoch als „vorzeitigen Maßnahmenbeginn“ die dafür erforderlichen Bäume fällen und hat dies auch bereits bei der Stadt beantragt, weil dies nur in Zeit vom 1. Oktober bis zum 28. Februar möglich sei. Dafür hat der Verein Ersatzpflanzungen vorgesehen. Außerdem ist auf dem Gelände eine Zisterne geplant, um damit aufgefangenes Regenwasser zum Waschen der Boote zu nutzen.

Von Oliver Kühn

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