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15:18 13.01.2019
Das Schifferklavier sorgte für den besonderen Shanty-Klang beim Konzert des Shanty-Chores Graf Luckner in der St-Martins-Kirche in Sievershausen. Quelle: Susanne Hanke
Sievershausen

 Das erste Konzert im neuen Jahr brachte die große weite Welt in die Sievershäuser St-Martins-Kirche.

 Bei geschlossenen Augen sei der Seewind zu spüren und der Geruch von Tau und Teer wahrzunehmen, kündigte Winfried Kaiser vom Shanty-Chor Graf Luckner an, die mit einer geballten Prise Seefahrerromantik die Kirche füllten. Los ging die Fahrt auf der imaginären „Gorch Forck“ mit „Nimm uns mit Kapitän auf die Reise“ um im Hafen von Dublin anzukommen. Dort widmete sich der Chor dem Fischermädchen „Molly Malone“ und weiter ging es zur Küste Nordamerikas, nach Boston. Dort liegen die „Walfänger“, die sich dem harten Wind stellen, mit „Blow your winds in the morning“.

 Mit starker Stimme wurde der Shanty „Roll the cotton down“ präsentiert, der ursprünglich von Farbigen beim Beladen der Schiffe gesungen wurde, erklärte Kaiser. Kubanisch wurde es mit „La Paloma“, Rio de Janeiro und Kapstadt lagen weiter auf der klingenden Handelsfahrerroute. Dass die Männer wissen, wovon sie singen, dafür war Winfried Kaiser, der in seinen Jahren bei der Bundesmarine, amerikanische wie karibische Seeluft schnuppern konnte, der beste Beweis. Auch er habe einen Hurrikan im Bermuda-Dreieck miterlebt, mit 18 Meter hohen Wellen. Für Wellengang allerdings sorgte bei diesem Konzert nur das gemeinsame Schunkeln.

Mit kräftigen Stimmen bot der Shanty-Chor Graf Luckner ein ganz besonderes musikalisches Erlebnis in der St-Martins-Kirche in Sievershausen. Quelle: Susanne Hanke

Besonders stolz sind die Mitglieder des Shanty-Chores immer wieder auf ihre Uniformen. Das seien original getreue Kopien des Anzuges von Graf Luckner, der im ersten Weltkrieg als Kapitän eines Segelschiffes das Kommando hatte, erläuterte Kaiser. Luckner sei jedoch ein Ehrenmann gewesen und habe die Besatzung der feindlichen Schiffe immer an Bord genommen anstatt sie zu töten, so Kaiser. Auch sei Luckner als Ehrenmitglied in die Marinekameradschaft Burgdorf aufgenommen worden. Die Sänger wurden bei diesem Konzert aber auch von einer Frau unterstützt, die an der Geige die Sehnsucht der Seemänner wunderbar zu Gehör brachte.

 Die musikalische Reise schipperte mit „Rolling Home to dear old Hamburg“, dem Lieblingslied Luckners, in den Heimathafen und setzte mit „Amazing Grace“ einen wunderbaren Schlusspunkt.

Von Susanne Hanke

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