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Region Lehrte Nachrichten Piraten wollen weiter Feinstaub messen
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16:23 15.08.2018
Die Lehrter Piraten wollen weiterhin die Feinstaubkonzentration in Lehrte messen. Quelle: Holger Hollemann
Lehrte

Lehrtes Piraten sorgen sich weiter um die Luftreinheit im Stadtgebiet. Sie kündigen an, dass sie ihre Messgeräte weiter betreiben wollen und fordern auch den Rat der Stadt auf, sich stärker als bisher um das Thema zu kümmern. Auch der Kampf um mehr Elektromobilität und einen fahrscheinfreien öffentlichen Personennahverkehr gehe weiter, kündigt der Lehrter Ratsherr der Piraten, Sebastian Frenger, in einer Mitteilung an. Die Ergebnisse der Messungen im Stadtgebiet in seien weiterhin im Internetportal abrufbar.

Die Piraten hatten im Rahmen der Diskussion um die Bebauung des Feierabend-Kleingartengeländes an der Manskestraße im vergangenen Jahr Feinstaubmessgeräte aufgestellt. Zwölf Stück sind im Stadtgebiet verteilt, sagt Frenger. Unter anderem befinden sie sich an den Feierabend-Kleingärten, am Südring und der Burgdorfer Straße. Zwei Messgeräte sind auch in Immensen installiert, eines in Aligse und eines im Sehnder Ortsteil Wassel. Alle drei Minuten werde gemessen. Frenger nennt die Messwerte grenzwertig und gefährlich.

Die Piraten bemängeln, dass die nächsten offiziellen Messstationen für Feinstaub, die vom Gewerbeaufsichtsamt betrieben werden, weit von Lehrte entfernt stehen, in Braunschweig und im Raum Hildesheim. Zwei Stationen gebe es auch in der Landeshauptstadt, am Lindener Berg und an der Göttinger Straße. In der Region Hannover werde gar nicht gemessen, sondern ein Ergebnis aus den Werten umliegender Stationen hochgerechnet. „Wir zweifeln diese Werte an“, sagt Frenger und verweist auch auf die besondere Verkehrssituation rings um Lehrte mit den vielen Staus auf der Autobahn 2.

Frenger regt einen Strauß von Maßnahmen an, um den Ausstoß von Feinstaub zu drosseln. Unter anderem müssten mehr Tempolimits verhängt, Fahrspuren und Parkplätze entfernt und Fahrverbote für die Grenzwerte überschreitende Fahrzeuge ausgesprochen werden. Der öffentliche Nahverkehr gehöre ausgebaut, Fahrradwege müssten erweitert und Grünflächen erhalten werden. Damit sei auch der Erhalt von Kleingärten gemeint. „Überpflastern bringt vielleicht Geld oder Wohnraum, aber keine Gesundheit“, meint Frenger, der sich im Rat gegen die Bebauung der Kleingartenanlage Feierabend gewandt hatte.

Von Achim Gückel

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