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Nachrichten Opfer erinnert sich an Überfall
Region Lehrte Nachrichten Opfer erinnert sich an Überfall
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00:15 24.01.2014
Von Gerko Naumann
Thomas Jatzkowski kann sich wieder an die Geschehnisse am Silvestertag erinnern. Er spricht nun von einem Überfall. Quelle: Sabine Szameitat
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Lehrte

Thomas Jatzkowski aus Immensen hat bei der Polizei ausgesagt, dass sein dreifacher Armbruch nicht auf einen Unfall, sondern auf einen Überfall zurückzuführen ist.

Zum Hintergrund: Der 43-Jährige war am 31. Dezember gegen 22 Uhr im Dorf unterwegs. Schwer verletzt und ohne Erinnerung an die vergangenen zwei Stunden kam er dann um Mitternacht in der Nähe eines Bauernhofs zu sich. Nur weil er zufällig eine Silvesterrakete bei sich hatte, gelang es ihm, Passanten auf seine Lage aufmerksam zu machen: Er schoss die Rakete quer über die Straße.

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Die Krankenhausärzte stellten einen dreifachen Armbruch fest, der sofort operiert wurde. Nach seiner Entlassung aus der Klinik startete Jatzkowski über unsere Zeitung einen Zeugenaufruf. Denn seine Erinnerung kehrte auch nach Tagen nicht zurück.

Doch nun scheinen sich die Gedächtnislücken zumindest teilweise zu schließen. Bei einer Amnesie ist das keine Seltenheit, bestätigt Neurologe Reinhard Dengler. Jatzkowski ist sich sicher: Er wurde angegriffen und absichtlich 50 bis 70 Meter vom Hauptweg weggeschleppt. „Ich habe vier Stunden lang bei der Polizei ausgesagt, woran ich mich wieder erinnert habe“, sagt der 43-Jährige. Aufgrund dieser neuen Informationen hat die Staatsanwaltschaft Hildesheim die Ermittlungen aufgenommen. „Der genaue Sachverhalt steht noch nicht fest, deshalb ermitteln wir in alle Richtungen“, sagt Sprecherin Christina Pannek. Noch sei völlig unklar, woher die Verletzungen des Opfers stammen. Auch ein Verkehrsunfall sei nicht auszuschließen.

von Sabine Szameitat und Gerko Naumann

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