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Region Lehrte Nachrichten Oliver Rohrsen kandidiert als Bürgermeister
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00:16 25.07.2018
Oliver Rohrsen tritt für Die Partei als Bürgermeisterkandidat in Lehrte an. Quelle: privat
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Lehrte

Seit 18 Jahren arbeitet Oliver Rohrsen in Lehrte, seit wenigen Monaten wohnt er auch in der Stadt – und für das nächste Jahr plant der 41-Jährige den Einzug ins Rathaus: Der gelernte Koch tritt für die Satirepartei Die Partei im Wahlkampf ums Bürgermeisteramt an. Er setzte sich jetzt in einer Mitgliederversammlung gegen zwei weitere Bewerber durch. Als Grund für die Kandidatur nennt der Vater zweier Kinder, dass er aus vielen Gesprächen mit Gästen des Restaurants wisse, „was die Lehrter denken“.

Daraus werde er seine Aufgaben als Bürgermeister ableiten, kündigt Rohrsen an. Er absolvierte nach der Realschule eine Ausbildung als Koch im Schweitzer Hof in Hannover und kam dann im Jahr 2000 nach Lehrte – erst in den Treffpunkt, derzeit im Friedrichs Essen und Trinken an der Ringstraße. Dabei erfahre er regelmäßig, was die Menschen in Lehrte bewege, erzählt Rohrsen und fügt hinzu, dass er sich seit drei Jahren bei Die Partei engagiere. Die vergangenen Wahlkämpfe zum Landtag und zum Bundestag habe er noch nicht aktiv als Kandidat bestritten, doch für die Kommunalpolitik fühle er sich kompetent und vergleicht die Arbeit als Bürgermeister mit der eines Kochs: Er arbeite mit dem, was er vorfinde. Zudem habe er in seiner Arbeit gelernt, flexibel und schnell zu reagieren.

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Seinen Wahlkampf werde er ausrichten auf die Frage: „Was möchte der Mensch?“, kündigt Rohrsen an. Er wolle zuhören, aber keine Wahlversprechen geben, die er anschließend brechen müsse. Wegen der Ehrlichkeit zu den Wählern sei er vor drei Jahren in Die Partei eingetreten, und Ehrlichkeit wolle er auch auf kommunaler Ebene erhalten. In den Fokus seines Wahlkampfes werde er die Stadtentwicklung stellen – mit Blick auf die Brachfläche bei Obi ebenso wie auf die Bahn, der noch etliche Areale gehörten. Und nicht zuletzt müsse sich die Verwaltung um die Bahnstrecken kümmern, die die Stadt durchschneiden.

Für den Wahlkampf im kommenden Jahr plant der 41-Jährige unter anderem Infostände, um mit den Wählern ins Gespräch zu kommen – wie im Restaurant. Zudem werde er kommunalpolitische Sitzungen besuchen, sofern seine Arbeitszeit dies zulasse. Zeit für die Hobbys, Musikhören und Fantasyromane, bleibe dann sicherlich nicht mehr viel. Gleichwohl sagt Rohrsen: „Ich bin gespannt.“

Von Antje Bismark