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Nachrichten Mann durch Messerstich lebensgefährlich verletzt
Region Lehrte Nachrichten Mann durch Messerstich lebensgefährlich verletzt
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16:38 01.11.2017
Im oder nahe dem Stadtpark an der Manskestraße in Lehrte hat sich die Tat abgespielt. Quelle: Katja Eggers
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Lehrte

Es hätte auch tödlich enden können: Ein 30-jähriger Lehrter ist am Dienstagabend durch einen Messerstich in den Oberkörper lebensgefährlich verletzt worden. In der Nähe des Tatorts an der Manskestraße konnten Polizeibeamte bei der sofort eingeleiteten Fahndung einen 19-Jährigen als mutmaßlichen Täter festnehmen. Die Polizei ermittelt nun wegen des Verdachts einer versuchten Tötung.

Die Tat hat sich am Reformationstag gegen 20 Uhr im oder nahe dem Stadtpark abgespielt. Für einen zufällig vorbeikommenden Autofahrer muss die Szene gespenstisch gewirkt haben: Der blutüberströmte Mann hatte nach ersten Ermittlungen offenbar noch die Kraft, sich vom Park an die Manskestraße zu schleppen und dort den Autofahrer auf sich aufmerksam zu machen. Und er konnte ihm sogar noch den Namen seines Angreifers sagen, bevor er zusammenbrach. Andere Zeugen alarmierten sofort einen Rettungswagen, der den lebensgefährlich Verletzten in eine Klinik brachte. Ob dies das Klinikum Lehrte war, das an der Manskestraße liegt, konnte die zuständige Staatsanwaltschaft Hildesheim nicht sagen. Der Zustand des 30-Jährigen sei inzwischen stabil, teilt die Polizeidirektion Hannover mit.

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Hintergründe der Tat noch unklar

Die Hintergründe der Tat sind bislang noch völlig unklar. „Wir haben derzeit keine neuen Erkenntnisse“, sagt die Erste Staatsanwältin Christina Pannek von der Staatsanwaltschaft Hildesheim. Doch da das Opfer seinen Angreifer sogar mit Namen kannte, könnte eine Beziehungstat dahinter stecken. Die Staatsangehörigkeit sei ihr derzeit nicht bekannt, sagt Pannek. Doch diese spiele in diesem Fall offenbar keine Rolle: „Dafür gibt es jedenfalls keine Anhaltspunkte.“

Es soll sich aber nicht um Flüchtlinge handeln. An der Manskestraße, in der Nähe des Tatorts, gibt es auch eine Asylbewerberunterkunft.

Der 19-jährige mutmaßliche Täter sitzt seit seiner Festnahme in Polizeigewahrsam. Er muss nach Angaben der Staatsanwältin am Mittwoch bis Mitternacht einem Haftrichter vorgeführt werden. Die Ermittlungen dauern an.

Von Oliver Kühn