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00:17 28.03.2019
Diese sieben Schüler haben für das Lehrter Gymnasium im Hauptgebäude der Vereinten Nationen debattiert: Kaja Klenke (von links), Finn Schmidt, Celina Hebel, Marleen Jolitz, Serafine Schiele, Annika Rohloff und Katharina Wilkending. Quelle: Gymnasium Lehrte
Lehrte/New York/Washington

„Great“, „amazing“, „wonderful“ – „großartig“, „toll“ und „wunderbar“: So nennt Katharina Wilkending, Oberstufenschülerin am Gymnasium Lehrte, ihre Teilnahme am internationalen Projekt „National High School Model United Nations“ (NHSMUN). Dieses hat sie mit sechs Mitschülern und Lehrer Klaus Perk für zehn Tage nach New York und Washington in den Vereinigten Staaten geführt.

Gymnasiasten schlüpfen in die Rolle von Politikern

Hier spricht António Guterres im Saal für die Generalversammlung der Vereinten Nationen in New York – während eines Schulprojekts hatten jetzt Lehrter Gymnasiasten Gelegenheit, am selben Pult zu stehen. Quelle: AP

„Bei NHSMUN schlüpfen Schüler aus zahlreichen Ländern in die Rolle von Politikern bei den Vereinten Nationen und stellen die Arbeit der Vereinten Nationen nach“, erläutert Perk, der seine Schüler auf das Projekt vorbereitet hat, „die Schüler bereiten dann Positionspapiere vor, halten Reden und debattieren in Konferenzen.“

Originalgetreuer hätte das kaum funktionieren können: Den letzten Tag des Projekts verbrachten die sieben Gymnasiasten sogar in dem Saal, wo sich einmal im Jahr echte Politiker zur Generalversammlung der Vereinten Nationen treffen – gemeinsam mit etwa 3000 Teilnehmern stellten die Schüler dort auch eine solche Generalversammlung nach. Die verabschiedeten Resolutionen kommen jetzt den Profi-Politikern zu: „Es gab schon NHSMUN-Beschlüsse, die später tatsächlich umgesetzt wurden“, unterstreicht Perk den Wert des Projekts.

Vereinte Nationen sprechen „ganz eigene Sprache“

Schon die Arbeit vor der Vollversammlung ähnelte der der echten Vereinten Nationen. Gerade das sei eine Herausforderung gewesen, resümierte Teilnehmerin Serafine Schiele, auch wenn sie und ihre Mitschüler sich im sogenannten Debate Club des Gymnasiums ein Jahr lang vorbereitet hätten: „Die Vereinten Nationen haben eine ganz eigene Sprache und ein kompliziertes System mit festen Abläufen – beides versteht man zu Anfang noch gar nicht. Insgesamt hat es aber großen Spaß gemacht, davon werden wir alle noch unseren Enkelkindern erzählen.“

Eine zusätzliche Herausforderung sei gewesen, dass jede Schule in dem Projekt nie die Interessen ihres eigenen Landes vertreten dürfe: „Wir haben Burundi zugeteilt bekommen und haben uns intensiv damit auseinandergesetzt.“ Die Schüler hätten sich dann auf unterschiedliche Komitees aufgeteilt, in denen sie Burundi zu einem bestimmten Thema vertreten haben.

Gruppenaufnahme vor der Skyline New Yorks: Katharina Wilkending (von links), Marleen Jolitz, Finn Schmidt, Serafine Schiele, Celina Hebel, Annika Rohloff und Kaja Klenke. Quelle: Gymnasium Lehrte

Sehenswürdigkeiten kommt nicht zu kurz

Trotz harter inhaltlicher Arbeit wollten die Gymnasiasten natürlich auch ihr Reiseziel kennenlernen: In New York schossen sie zum Beispiel Fotos an der Freiheitsstatue, genossen vom One World Trade Center den Ausblick über die Großstadt und bestaunten im Museum für Moderne Kunst bekannte Werke und besuchten schließlich auch Washington. „Außerdem haben wir eine amerikanische High School kennengelernt, mit einem Schüler habe ich noch Kontakt“, schwärmte Schülerin Katharina Wilkending.

Die Teilnahme war auch für Lehrer Klaus Perk ein Novum: „Ich habe unsere Teilnehmer noch als Fünftklässler in Erinnerung – es ist toll, wie sie sich jetzt entwickelt haben.“ Die Teilnahme an NHSMUN möchte er auch künftigen Schülergenerationen möglich machen – alle bisherigen Austauschprogramme seines Gymnasiums, das seit 2015 Europaschule und Botschafterschule des Europäischen Parlaments ist, sollten ebenfalls bestehen bleiben, so Perk.

Lehrter Gymnasiasten vor dem Kapitol: Katharina Wilkending (von links), Marleen Jolitz, Celina Hebel, Kaja Klenke, Finn Schmidt, Serafine Schiele und Annika Rohloff. Quelle: Gymnasium Lehrte

Von Konstantin Klenke

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