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Nachrichten Amtsgericht: Lehrter vertreibt gefälschtes Handyzubehör
Region Lehrte Nachrichten Amtsgericht: Lehrter vertreibt gefälschtes Handyzubehör
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13:10 28.03.2019
Das Lehrter Amtsgericht hat jetzt einen 53-Jährigen verurteilt, der im Internet gefälschtes Handyzubehör verkauft hatte. Quelle: Oliver Kühn (Symbolbild)
Lehrte

Für drei vergleichbare Straftaten musste sich ein 53-jähriger Lehrter jetzt vor dem Amtsgericht verantworten: Der Angeklagte hatte 2017 gefälschte Akkus und diverses Zubehör der Marken Samsung und Apple aus China erworben und nebenberuflich in einem Online-Geschäft vertrieben. Aufgefallen war der Import der gefälschten Ware erstmals am Flughafen Köln-Bonn. Später wurden auch am Leipziger Flughafen und bei einer Durchsuchung der Wohnung des 53-Jährigen Fälschungen sichergestellt.

Sein Mandant habe „das Online-Geschäft lediglich nebenberuflich betrieben und sich bemüht, Ware in relativ hochwertiger Qualität zu verkaufen“, betonte dessen Verteidiger. Außerdem habe er nicht nur gefälschte Teile bestellt. Dass der gebürtige Grieche die gefälschte Ware nicht vorsätzlich weiterverkauft habe, glaubte Richter Robert Glaß indes nicht: „Wir sprechen hier nicht mehr von einem Hobby-Betrieb. Die gefälschten Akkus waren mit einer Banderole statt mit der originalen Samsung-Folie umklebt, das hätte man feststellen können.“ Glaß hielt ihm jedoch zugute, dass er nicht versucht hätte, die Fälschungen zu verschleiern.

Fälschungen von Handy-Zubehör sind für Verbraucher schwer erkennbar

Gleichwohl seien „die Fälschungen für den Endkunden schwer zu erkennen“, erklärte ein Zeuge der Firma Samsung, der sich für den Hersteller um den Markenschutz kümmert: „Allerdings ist der Angeklagte nur ein kleiner Fisch bei den Fälschungen.“ Welchen Schaden der Angeklagte durch den Vertrieb der gefälschten Akkus nun konkret verursacht hatte, konnte der Marketing-Experte allerdings nicht einschätzen. Außerdem vernahm Glaß eine Zoll-Mitarbeiterin, die den Fall bearbeitet und ein Strafverfahren eingeleitet hatte, nachdem die gefälschten Akkus am Flughafen Köln-Bonn eingetroffen waren.

Schon bevor die Zeugenvernehmung begann, hatten sich Staatsanwalt Uwe Doliwa und Richter Robert Glaß mit dem Angeklagten und dessen Verteidiger auf eine sogenannte Verständigung geeinigt: Wenn der Angeklagte ein umfassendes Geständnis zu den Vorwürfen der Anklageschrift ablege, könne er mit einer Strafe im vereinbarten Rahmen rechnen, erklärte ihm Richter Glaß: Außer die Zeugenvernehmung bringe noch andere Erkenntnisse hervor als die Anklageschrift.

Angeklagter zu Bewährungsstrafe verurteilt

Das Gericht verurteilte den Lehrter entsprechend dieser Verständigung schließlich zu einer zehnmonatigen Haftstrafe, die nun drei Jahre lang zur Bewährung ausgesetzt wird. Zusätzlich muss der Angeklagte 5.000 Euro in Monatsraten von 150 Euro an die Landeskasse entrichten. Vor der Urteilsverkündigung zeigte sich der 53-Jährige schuldbewusst: „Ich möchte sagen, dass es mir leid tut und ich endlich wieder ruhiger schlafen will.“

Von Konstantin Klenke

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