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16:23 08.11.2018
So sieht der Container-Jugendplatz in Hannover-Davenstedt aus. Quelle: Stadt Lehrte
Lehrte

Treffen sich Lehrter Jugendliche demnächst zum Klönen und Chillen in einem alten Überseecontainer? Wenn es nach dem Fachdienst Jugend und Soziales bei der Stadt geht, könnte es schon bald genau so sein. Und auch die Kommunalpolitiker der Stadt finden die Idee prima. Mit ihr würde Lehrte sein altes Konzept mit sogenannten Jugendplätzen neu beleben. Zudem hielten sich die Kosten für das Projekt in engen Grenzen.

Jugendplätze hatte es rund zehn Jahre lang an zwei Stellen in der Kernstadt gegeben – neben einem Parkplatz am Pfingstanger und auf der Grünfläche hinter dem Aldi-Markt an der Iltener Straße. Dort hatte die Stadt Holzunterstände errichten und von Jugendlichen bemalen lassen. Balkenbänke und Abfallbehälter wurden errichtet, die Cliquen von Jugendlichen hatten damit robuste Treffs, die über viele Jahre hinweg auch gut genutzt wurden.

Löcher im Dach: So sieht der Unterstand auf dem Jugendplatz hinter dem Aldi-Markt an der Iltener Straße aus. Quelle: Stadt Lehrte

Doch ganz so dauerhaft waren beide Unterstände dann doch nicht. Jener am Pfingstanger war wegen starker Verwitterung, permanenter Verunreinigung und ständiger Vandalismusschäden erst Anfang dieses Jahres beseitigt worden. An jenem hinter dem Aldi sind mittlerweile nicht nur Dach und Wände marode. Es regnet durch, Jugendliche treffen sich dort kaum noch.

Anderswo im Stadtgebiet gibt es indessen Probleme mit Jugend-Cliquen, insbesondere am City-Center, wo sich mitunter Passanten und Anlieger belästigt fühlen. Auf der anderen Seite gebe es Wünsche der Jugendlichen, einen eigenen Platz zu bekommen, an dem sie erwünscht sind, hat Jana Demuth vom Fachdienst Jugend und Soziales jetzt in einer schriftlichen Beratungsvorlage für die Kommunalpolitik dargelegt.

Im Jugendhilfeausschuss legte Demuth nun ihr neues Konzept für Jugendplätze vor. „Die Bauweise der Unterstände ist wichtig. Holz verwittert, geht kaputt, ist anfällig“, sagte sie. Ausgediente, etwa fünf Meter lange Übersee-Container – mit Eingang, Fenstern und Holzbänken als Sitzgelegenheiten versehen – seien eine ideale Alternative: robust, transportabel und ideal farblich zu gestalten. In Hannover-Davenstedt gebe es bereits einen solchen Container-Jugendplatz. Er werde gut genutzt.

Jugendliche finden Standort am Pfingstanger am besten

Demuth hat drei mögliche Standorte für einen neuen Jugendplatz untersucht: auf der sogenannten C-Fläche neben dem Obi-Markt, am Hohnhorstweg schräg gegenüber vom Hallenbad und am Pfingstanger, wo bis vor einigen Monaten der Holzunterstand war. Letzterer sei nach Abwägung aller Aspekte der beste Platz für einen Jugendcontainer, lautet das Fazit. Bei einer Umfrage hätten sich zudem auch die Jugendlichen für diesen Standort ausgesprochen.

Auch die Kosten für solch einen Unterstand hielten sich in Grenzen. Ein gebrauchter Container koste zwischen 1500 und 2500 Euro, die Installation der Bänke 1800 Euro. Die Reinigung werde mit etwa 2500 Euro pro Jahr veranschlagt. Und schließlich sollen auch die Jugendlichen selbst bei der farblichen Gestaltung des Containers mitwirken. Wann der erste Lehrter Jugendcontainer stehen könnte, ist indessen noch unklar.

Politiker finden Container eine „coole Idee“

Bei Lehrtes Kommunalpolitikern fällt die Idee mit dem umgebauten Überseecontainer am Pfingstanger als Treff für Jugendliche auf fruchtbaren Boden. Das sei ein „rundum tolles und gutes Konzept“, sagte Ekkehard Bock-Wegener (SPD) im Jugendhilfeausschuss, von einer „coolen Idee“ sprach Anette Sturm-Werner (FDP). Martina Seybecke (CDU) lobte den Standort am Pfingstanger. Dort hätten die jungen Leute viel Platz. Und Christian Gailus (Grüne) sprach bereits davon, auch die nächsten möglichen Jugendplätze in der Kernstadt aus Containern und nicht aus Holzkonstruktionen zu errichten. Heike Koehler (CDU) regte außerdem an, bei der Bahn nach ausrangierten Containern zu fragen. Sturm-Werner nannte allerdings die prognostizierten Reinigungskosten „happig“. Und ob etwa die Jugendlichen, die sich oft hinter dem Kurt-Hirschfeld-Forum treffen, auch wirklich in einen Container am Pfingstanger umziehen werden, bleibt abzuwarten. Am Forum gebe es einen freien WLAN-Hotsport, am Pfingstanger nicht, sagte Jana Demuth von der Stadtverwaltung.

Von Achim Gückel

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