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Region Lehrte Nachrichten Ein letztes Mal die Ponys füttern: ASB-Wünschewagen auf Pferdegnadenhof
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00:18 06.06.2019
Ali Machkamon füttert ein letztes Mal Lieblingspony Flo. Quelle: privat
Arpke

Noch einmal sein Lieblingspony Flo auf dem Pferdegnadenhof Arche in Arpke füttern. Dort ein letztes Mal die Stallluft schnuppern, den Duft von Heu und Stroh einatmen, raues Pferdefell unter den Fingern spüren – all das wollte Ali Machkamon so gern noch einmal tun. Früher ging das problemlos. Denn Machkamon hat sich auf dem Gnadenhof jahrelang ehrenamtlich liebevoll um alte und verletzte Pferde gekümmert.

Seit der Rentner an Multipler Sklerose erkrankt ist und nach zwei schweren Schlaganfällen dauerhaft im Rollstuhl sitzt, kann er all das nicht mehr. Arche-Chefin Marion Korroch und ihre Mitarbeiterin Gabriele Quelle haben sich daher an das niedersächsische Team des Projektes Wünschewagen des Arbeiter-Samariter-Bundes (ASB) gewandt. „Ich weiß, wie sehr Ali den Hof vermisst hat und wie wichtig es für ihn ist, noch einmal hier zu sein – das erdet ihn, gibt ihm Kraft für seinen Weg“, sagte Korroch. Dass das Wünschewagen-Team ihrem einstigen Helfer seinen letzten Wunsch erfüllt hat, machte sie umso glücklicher.

Im Rollstuhl zur Pferdekoppel

Wunscherfüller Benjamin Schiller und Arche-Chefin Marian Korroch fahren Ali Machkamon im Rollstuhl zur Pferdekoppel. Quelle: privat

Das Team holte Machkamon mit einem Spezialfahrzeug aus dem Pflegeheim in Hannover ab und fuhr ihn nach Arpke. Die beiden ehrenamtlichen Wunscherfüller Kevin Ruseck und Benjamin Schiller brachten den Rentner im Rollstuhl über das holprige Feld zur Pferdekoppel und guckten mit ihm gemeinsam den Shetlandponys Rasputin, Nepomuk und Napoleon beim Herumtollen zu.

Anschließend ging es in den Stall, wo in der Box schon Machkamons Lieblingspferd Flo wartete, um das er sich fast vier Jahre lang rührend gekümmert hatte. Seine Arme kann der Rentner mittlerweile nicht mehr bewegen, den Kopf anzuheben fällt ihm schwer. Mit Hilfe seines Freundes Karlheinz konnte Machkamon Pony Flo aber trotzdem noch einmal füttern und streicheln. Den Abschluss des Ausflugs bildete ein Picknick auf dem Vorplatz der Arche, bevor es danach wieder zurück ins Pflegeheim ging. Ohne die Hilfe des Wünschewagen-Teams hätte der Pferdefreund die für ihn sehr beschwerliche und weite letzte Reise nie machen können.

Spezieller Krankentransporter für die letzte Reise

Ali Machkamon (links) macht mit den Wunscherfüllern und seinen Freunden eine Picknickpause. Quelle: privat

Letzte Wünsche von schwerkranken und sterbenden Menschen erfüllt das Wünschewagen-Team des ASB seit 2017. Wenn es gesundheitlich erforderlich ist, werden die Wunschfahrten auch im Rollstuhl oder mit Beatmungsgerät und Magensonde unternommen. Der Krankentransporter ist für die speziellen Bedürfnisse der Fahrgäste konstruiert und verfügt unter anderem über eine notfallmedizinische Ausstattung, spezielle Stoßdämpfer und eine verspiegelte Rundumverglasung.

Das Projekt wird ausschließlich über Spenden und ASB-Mitgliedsbeiträge finanziert. Wunschfahrten führten unter anderem schon an den Hamburger Hafen, zu den Karl-May-Spielen in Bad Segeberg und an den Timmendorfer Strand.

Von Katja Eggers

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