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Region Lehrte Nachrichten Großer Andrang bei Pflanzenbörse des BUND
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11:42 29.04.2019
Dietrich Wohlert vom BUND erklärt Karin Dawid Wissenswertes zu seinen Tomatensorten. Quelle: Michael Schütz
Ahlten

Black Cherry, Onkel Gustav, Roter Heinz oder Apollo II – es gibt Tomatensorten, die nicht nur kuriose Namen haben, sondern die man auch selten bis gar nicht in herkömmlichen Supermärkten findet. Dafür werden sie in den kommenden Wochen vermehrt in Lehrter und Sehnder Gärten und auf Balkonen auftauchen. Dafür hat am Sonnabendvormittag die Pflanzenbörse des BUND Naturschutz gesorgt.

Die Ortsgruppe Sehnde/Lehrte des Naturschutzbundes hatte erneut an die Raiffeisenstraße eingeladen, um sich Tomatensetzlinge, aber auch andere Pflanzen, mit nach Hause zu nehmen. Und die Menschen haben dafür durchaus etwas weitere Wege auf sich genommen. Vom anderen Ende des Lehrter Stadtgebiets ist Heiko Danielzik nach Ahlten gekommen. Der Hämelerwalder hatte auch einen klaren Grund: „Hier gibt es Sorten, die man sonst nirgends kriegt“, sagte er. Und auf die Qualität schwört er: „Ich war schon öfter hier und bin noch nie reingefallen.“ Im Korb, mit dem er sich in die lange Schlange vor der Kasse einreihte, hatte er sich neben einer Physalis ausschließlich Cocktailtomaten gestellt. Seine Kinder würden die ganz besonders gern naschen und sogar mit in die Schule nehmen. „Und so essen sie wenigsten mal etwas Gemüse“, sagte Danielzik.

Heiko Danielzik stellt sich in die Schlange, um seine Cocktailtomaten zu bezahlen. Quelle: Michael Schütz

Allerdings war der Verkauf dieser Pflanzen nicht die Hauptsache bei der Pflanzenbörse, wie Dietrich Wohlert erklärte. „Wir wollen die Leute dazu bringen, die Tomaten selbst zu züchten“, erklärte der BUND-Experte, der ständig eine Traube Kunden mit vielen Fragen um sich hatte. Jedem Käufer schrieb er ins Stammbuch, sich die Kerne der Tomaten aufzubewahren und im Frühjahr auszusäen. Die Sorten seien samenfest: „Da kommt wieder dieselbe Qualität raus.“

An den Börsen herrscht stets großer Andrang

Es sei allemal besser, Selbstversorger zu werden als immer wieder neue Pflanzen zu kaufen, meint Wohlert: „Mit 3,50 Euro pro Pflanze haben wir hier ja auch eher Apothekerpreise.“ Die Aufklärungsarbeit zahle sich aus, hat Wohlert die Erfahrung gemacht. Trotzdem gebe es immer genug Andrang bei den Börsen. „Manche kommen, um neue Sorten auszuprobieren.“ Andere seien aber auch ein bisschen faul, um selbst zu züchten.

Der Andrang bei der Pflanzenbörse in Ahlten ist groß. Quelle: Michael Schütz

Erwin und Karin Dawid gehören eindeutig nicht dazu. „Wir säen die Samen auch wieder aus“, sagte das Ehepaar, das mit dem Fahrrad aus Aligse gekommen war. „Mein Mann ist ein Tomatenfreak“, gestand Karin Dawid. „Und es ist doch auch toll, die Tomaten im Garten im Vorbeigehen in den Mund zu stecken.“ In Aligse wird in diesem Sommer unter anderem die Sorte Oxana Jewel gedeihen: „Die hat uns Herr Wohlert empfohlen.“

Von Michael Schütz

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