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Region Lehrte Nachrichten Lehrte: Stadt will bis zu 247 Bäume sanieren
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00:15 13.02.2019
Der stellvertretende Fachdienstleiter Detlef Tietze (mit Mappe) erläutert Politikern des Umweltausschusses und Anwohnern den Zustand der Bäume. Die mit einem roten Punkt markierten Platanen sollen gefällt werden. Quelle: Patricia Oswald-Kipper
Lehrte

Von den 251 Bäumen am Süd- und Westring möchte die Stadt mindestens vier Bäume fällen. Das erläuterte der stellvertretende Fachdienstleiter Detlef Tietze am Donnerstag bei einer Ortsbegehung mit Politikern des Umweltausschusses und mit Anwohnern.

Der Zustand der 251 Platanen und Ahorne sei zwar nicht gut. „Aber die Bäume sind alle verkehrssicher“, betonte Tietze. Eine große Fällaktion wolle man vermeiden, da die Bäume in diesem Bereich der Stadt eine wichtige Klimafunktion erfüllten. Dass ein Erhalt möglich sei, hatte bereits das Gutachten einer Expertin im Herbst ergeben. Lehrter Politiker und Anwohner hatten sich danach sehr erleichtert gezeigt, dass ein Kahlschlag vermieden werden kann. Dennoch wolle die Stadt fünf der Bäume fällen, sagte Tietze am Donnerstag. Sie seien derart geschädigt oder an einem so ungünstigen Standort, dass ein Erhalt wenig Sinn mache. Die Ausschussmitglieder waren mit dem Vorhaben nicht ganz einverstanden. Sie einigten sich mit dem Vertreter des Fachdienstes schließlich darauf, die Platane an der Bushaltestelle in der Nähe des Rewe-Marktes erst einmal nicht zu fällen und die Entwicklung des Baumes weiter zu beobachten.

Wurzeln drücken die Gehwegplatten hoch

Die Bäume, die in den Achtziger- und Neunzigerjahren an West- und Südring in Form einer Allee angepflanzt wurden, sorgen seit Längerem für Ärger. Die Wurzeln drücken nicht nur die Gehwegplatten hoch, sie wachsen auch verhältnismäßig schlecht, da der Wurzelbereich bei der Anlage der Straße und der Fußwege zu wenig Raum bekam und damit langfristig zu wenig Nährstoffe und Wasser erhält.

Der stellvertretende Fachdienstleiter Detlef Tietze erläutert Politikern des Umweltausschusses und Anwohnern den Zustand der Bäume. Die mit einem roten Punkt markierten Platanen sollen gefällt werden. Quelle: Patricia Oswald-Kipper

 Die Stadt plant nun, die Wurzelbereiche der übrigen 247 Bäume zu verbessern. In Celle habe die Stadt solche Sanierungen bereits vorgenommen, etwa indem der Boden ringsum den Stamm aufgenommen und dort ein Schottergemisch eingebracht wurde. „Das hat wunderbare Ergebnisse gebracht“, sagte Tietze. Ob die Sanierung für alle der verbleibenden 247 Bäume am Süd- und Westring überhaupt infrage kommt, ist aber noch nicht klar. Der heiße, trockene Sommer sei sehr belastend gewesen. „Wir müssen erst einmal sehen, ob im Frühjahr überhaupt alle Bäume ausschlagen“, sagte Tietze.

Einige Anwohner sehen Pläne der Stadt kritisch

Einige Anwohner beurteilen die Pläne der Stadt, möglichst viele Bäume zu erhalten, jedoch kritisch. Auch sie wollen zwar weiter Bäume entlang des Süd- und Westrings haben, allerdings nicht so viele. „Vielleicht könnte man jeden zweiten Baum wegnehmen“, schlug ein Anwohner am Donnerstag vor. Denn die Bäume drückten nicht nur die Gehwegplatten hoch, was eine Gefahr für Fußgänger bedeute, sondern sie störten bei voller Belaubung auch den Lichteinfall der dazwischen angeordneten Straßenlaternen. Zudem haben die Anwohner Bedenken, was Schäden auf ihren eigenen Grundstücken angeht. „Die Wurzeln reichen bis auf die Grundstücke, in einem Fall war eine Wurzel sogar schon in den Kanal gelangt“, so einer der Anwohner. Größere Schäden an den Kanälen könnten in Zukunft die Folge sein: „Für die wir dann letztlich zur Kasse gebeten werden.“

Auch die Ahorne haben keine guten Standortvoraussetzungen. Quelle: Patricia Oswald-Kipper

Wie genau es weitergeht, ist noch unklar. Den Alleecharakter wolle man am Süd- und Westring in jedem Fall erhalten, betonte der stellvertretende Fachdienstleiter. Einen konkreten Plan für die Sanierung der Bäume habe die Stadt aber noch nicht. „Wir werden dazu jetzt ein Konzept erarbeiten“, versprach Tietze.

Von Patricia Oswald-Kipper

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