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Region Lehrte Nachrichten Kolonie Feierabend: Stadt siedelt Igel nach Winterschlaf um
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06:57 29.03.2019
Mit Futterstellen lockt die Stadt Lehrte die letzten Igel für die Umsiedlung an. Quelle: Volker Kemmling/Stadt Lehrte
Lehrte

Bei der Umgestaltung der einstigen Kleingartenkolonie Feierabend an der Lehrter Manskestraße zu Bauland geben Säugetiere wie Igel, aber auch Amphibien wie Kröten sowie brütende Vögel momentan den Zeitplan vor: Denn die Verwaltung hat nach Auskunft von Stadtsprecher Fabian Nolting in Absprache mit Naturschützern den Winterschlaf vieler Tiere abgewartet – am Montag, 1. April, rücken nun Arbeiter an, um jene Bäume und Sträucher zu schreddern, die städtische Beschäftigte im Dezember gefällt hatten.

„Diese wurden zunächst an Ort und Stelle gelassen, um unter anderem den Igeln einen Unterschlupf für die Überwinterung zu bieten“, sagt Nolting. Inzwischen seien die Tiere aber aus dem Winterschlaf erwacht, so dass ehrenamtliche Naturschützer auf dem Gelände versuchen, die noch dort lebenden Igel mit Futterstationen anzulocken, einzufangen und sie dann in den Hohnhorst-Park umzusiedeln. Die beauftragte Firma sei zudem dafür sensibilisiert worden, einen ausreichenden Abstand zu Kompost- und Laubhaufen zu halten – dort könnten sich noch Tiere aufhalten.

Arbeiten dauern voraussichtlich bis Ostern

„Uns bleibt aber nur ein geringes Zeitfenster“, sagt Nolting, nach dessen Angaben die Arbeiten voraussichtlich bis Ostern dauern werden. Denn die Firma müsse das Grüngut geschreddert haben, bevor Vögel dort ihre Brut- und Nistplätze gebaut hätten. Dieses Vorgehen hätten die Naturschützer ausdrücklich befürwortet, sagt Nolting. Dazu gehöre auch, dass die Firma nicht mit schwerem Gerät in die einstigen 1o6 Parzellen fahre, sondern dafür ausschließlich die Hauptwege nutze. Dorthin wurde das Schnittgut seit Dezember gebracht, aufgeladen und anschließend auf dem ehemaligen Parkplatz gehäckselt. „Wir wollen in jedem Fall vermeiden, dass wir Tiere gefährden“, betont der Lehrter Stadtsprecher.

Seinen Angaben zufolge läuft derzeit das Vergabeverfahren für die endgültige Räumung des künftigen Baulands, zu der unter anderem der Abriss der Lauben zählt. Bis Ende April nehme die Stadt die Angebote entgegen, die anschließend das Rechnungsprüfungsamt bearbeite. Nolting rechnet damit, dass der Verwaltungausschuss in nichtöffentlicher Sitzung dann Mitte Mai den Auftrag vergibt – damit gehe Ende Mai die entsprechende Information an das zu beauftragende Unternehmen, das vor der Sommerpause loslegen könne.

Während die Kleingärten an der Manskestraße verschwinden, entstehen sie am Hohnhorstsee neu. „Das Gelände ist inzwischen eingezäunt, so dass die Pächter mit Beginn der neuen Saison starten können“, sagt Nolting.

Von Antje Bismark

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