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Nachrichten Hämelerwalder Bahnhof: Ist ein Parkdeck nötig?
Region Lehrte Nachrichten Hämelerwalder Bahnhof: Ist ein Parkdeck nötig?
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14:43 16.07.2019
Der neue Parkplatz an der Sternstraße ist mittlerweile werktags fast vollständig ausgelastet. Quelle: Achim Gückel
Hämelerwald

Vor zweieinhalb Jahren erst ist an der Sternstraße, unweit vom Bahnhof in Hämelerwald, eine neue Park-and-Ride-Anlage in Betrieb gegangen. 117 Autos haben dort Platz. Doch das reicht nicht, meint der Lehrter CDU-Regionsabgeordnete und -Fraktionschef Bernward Schlossarek. Nach einer Anfrage an die Region zur Parksituation in Hämelerwald fordert er nun in einer Pressemitteilung, „die P+R-Anlagen an den Regionsrändern groß zu denken“. Für Hämelerwald bringt er sogar ein Parkdeck in die Diskussion. Doch das gefällt Ortsbürgermeister Dirk Werner (SPD) gar nicht.

Im Mai hatte Schlossarek einen Katalog an Fragen zum Hämelerwalder Bahnhof an die Regionsverwaltung geschickt. Hintergrund waren Berichte, dass der neue Parkplatz an der Sternstraße bereits ausgelastet sei und sich Ortsrat und Anwohner weiterhin über Wildparker auf Gehwegen und vor Hofzufahrten ärgerten – ein Problem, das in der Ortschaft schon seit Jahren ein Dauerbrenner ist.

Antworten der Region sprechen deutliche Sprache

Die Antworten, welche die Region jetzt auf Schlossareks Fragen gibt, sprechen eine deutliche Sprache. Von den 260 offiziellen Stellplätzen am Hämelerwalder Bahnhof seien laut einer Zählung an einem Werktag rund 250 belegt gewesen. Die neue Anlage an der Sternstraße sei nahezu voll. Die 117 Plätze dort, die man im Vorfeld der Bauplanungen als ausreichend erachtet habe, seien stets sehr hoch ausgelastet. Grundsätzlich sei auch eine Erweiterung dieser Park-and-Ride-Anlage denkbar. Sollte der Parkdruck noch weiter zunehmen, müsse man „andere Varianten“ prüfen. Eine Erweiterung sei aber nur dann angezeigt, wenn „ausreichender Bedarf durch entsprechende Wildparker nachgewiesen werden kann“, heißt es in den Antworten aus Hannover.

Der Parkplatz südlich des Bahnhofs: Könnte hier ein Parkdeck entstehen? Quelle: Achim Gückel

Die Region bringt auch eine erste Kostenrechnung für ein Parkdeck ins Spiel. Ein Stellplatz werde dort mit 10.400 Euro veranschlagt, beim Umbau von vorhandenen Parkplätzen könne diese Summe auch höher liegen.

Schlossarek: Park-and-Ride-Anlagen sind an Kapazitätsgrenze

Schlossarek indessen sieht die P+R-Anlagen am Hämelerwalder Bahnhof an ihrer Kapazitätsgrenze. Sie müsse daher schnell und großzügig ausgebaut werden. Pendler müssten ohne Probleme einen Parkplatz finden können. Nur so könnten die Verkehrswende und das Erreichen der Ziele im Klimaschutz gelingen. Der Christdemokrat erinnert aber auch daran, dass bei einer Lösung mit einem Parkdeck Folgekosten für die Verkehrssicherung und die Unterhaltung der Anlage auf die Stadt Lehrte zukämen.

In Hämelerwald selbst ist der Ärger über das zugeparkte Umfeld des Bahnhofs nach wie vor groß. Mit dem Bau eines Parkdecks kann sich Ortsbürgermeister Dirk Werner jedoch nicht anfreunden. „Das Thema hatten wir schon einmal, und es war abgelehnt worden. Wir wollen, dass unser Dorf schöner wird und nicht hässlicher“, sagt er. Ein Parkdeck, etwa am Parkplatz südlich der Bahnstation, sei „nicht so schön“ und von den Hämelerwaldern auch nicht gewollt.

Ortsbürgermeister fordert Erweiterung der Tarifzone

Vielmehr wiederholt Werner zwei Forderungen. Erstens warte man noch immer auf Ideen, wie man das wilde Parken an den Wohnstraßen am Bahnhof beenden könne. Dazu seien möglicherweise Kurzzeitparkplätze an den Straßenrändern ein Mittel. Zweitens müsse endlich eine Erweiterung der GVH-Tarifzonen auf die Bahnhöfe in Vöhrum und Peine her. Dann kämen auch nicht mehr so viele Pendler mit dem Auto nach Hämelerwald, um von dort aus mit der Bahn nach Hannover zu fahren.

Diesem Thema hatte sich Schlossarek in seiner Anfrage an die Region ebenfalls gewidmet. Auch der Lehrter CDU-Nachwuchs in der Jungen Union hatte unlängst eine Erweiterung der Großraum-Tarifzone gefordert. Doch die Region springt auf diesen Zug nicht auf. In den vergangenen Jahren habe es keine intensiven Gespräche über eine Erweiterung des GVH-Regionaltarifs bis Vöhrum und Peine gegeben. Bestrebungen, das jetzt zu tun, gebe es ebenfalls nicht.

Der Parkplatz am Brückendamm. Quelle: Achim Gückel

Von Achim Gückel

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