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Region Lehrte Nachrichten Kulturangebot überzeugt das Lehrter Publikum
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11:07 27.03.2019
Wolfgang Bahro tritt als Charly Chaplin in Lehrte auf. Quelle: Privat
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Lehrte

Das Theaterangebot der Stadt Lehrte kam in der Saison 2017/2018 beim Publikum gut an. Die Auslastung und Zahl der Abonnements sind gestiegen.

Für die Theatersaison 2017/2018 hat die städtische Kulturbeauftragte Julienne Franke eine Auslastung von 73 Prozent errechnet. „Das ist eine Steigerung um 11 Prozent. Der Zuspruch ist schon sehr deutlich“, freut sich Franke. Der Kulturbereich unterliege zwar immer wieder gewissen Schwankungen. Doch Franke führt die neuerliche Steigerung auch auf die Programmauswahl zurück. Sie hatte in der vergangenen Saison auch mal Neues gewagt und auf relativ unbekannte Stücke gesetzt. Dabei war unter anderem das Stück „Doris DayDay by Day“ über das Leben der amerikanischen Schauspielerin. Die deutsche Sängerin Angelika Milster füllte die Hauptrolle in diesem Stück aus. „Das Stück war komplett ausverkauft“, so Franke.

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Auftritt der Wühlmäuse kam durch gute Kontakte zustande

Die zuständige Agentur war von der Zusammenarbeit mit der Stadt und der guten Resonanz bei den Lehrter Zuschauern so angetan, dass sie gleich weitere gute Angebote machte: „Über den guten Kontakt haben wir die Wühlmäuse hierher holen können“, verrät Franke. Sie setzte bei der Zusammenstellung des Programms zuletzt auf eine Mischung aus unbekannten und bekannten Stücken.

Bidla Buh kommen im Dezember nach Lehrte. Quelle: Privat

So war das Trio Bidla Buh in der vergangenen Saison in Lehrte noch recht unbekannt. „Es war sehr gut besucht und kam beim Publikum aber sofort gut an“, resümiert die Lehrter Kulturbeauftragte.

Franke holt die Musikcomedy für die neue Saison nun wieder nach Lehrte. Auch für Jugendliche sind jedes Jahr Stücke dabei – zuletzt etwa „Nathan der Weise“. „Ich achte immer darauf, dass ich auch Stücke anbiete, die auch in der Schule behandelt werden“, sagt Franke. Die Schulklassen besuchten in der Regel diese Stücke gemeinsam – die Auslastung sei mit knapp 80 Prozent sehr gut. Schnell ausverkauft sind auch jedes Jahr die Weihnachtsmärchen. „Da gehen ganze Kindergärten und Schulklassen hin“, so Franke.

In der vergangenen Saison wurden auch mehr Abos verkauft. Insgesamt 271 Abos sind zurzeit vergeben. Das sei die höchste Zahl seit Umstellung der Abo-Struktur im Jahr 2012, sagt Franke. Die Struktur mit unterschiedlichen zahl an Stücken hält sie weiter für sehr sinnvoll. Zurzeit können die Lehrter zwischen fünf unterschiedlichen Abos wählen – darunter ein reines Schauspiel und ein reines Musik-Abo.

Zuschuss der Stadt bleibt nahezu gleich

Die Abonnenten werden bei der Reservierung von Karten bei sogenannten freien Veranstaltungen von Franke dann auch bevorzugt. Bei begehrten Veranstaltungen hätten diese zuerst den Zugriff auf die Sitzplätze. „Es soll ja auch einen Vorteil sein, ein solches Abo zu besitzen“, sagt sie.

Obwohl die Auslastung und Abos gestiegen sind, blieb der Zuschuss, der Stadt Lehrte zur Kostendeckung nahezu konstant. Rund 40 Prozent der Kosten muss die Stadt also weiterhin übernehmen. Laut Franke liege das unter anderem daran, dass gute Produktionen mit bekannten Darstellern oder Sängern wie etwa Angelika Milster eben auch relativ teuer seien.

Das neue Programm für die Spielzeit 2019/2020 steht

Die Kulturbeaufragte der Stadt Julienne Franke hat das neue Programm für die Spielzeit 2019/2020 wieder nach dem alten Muster gestrickt. Dabei sind Produktionen, die es noch nicht überall zu sehen gibt – ebenso wie bekanntere Stücke. Dabei sind Produktionen wie die Komödie „Schon wieder Sonntag“, das Schauspiel „Pera Palas“ und der Psycho Thriller „Falsche Schlange“ mit Gerit Kling. Zudem gibt es wieder Musikstücke wie „Kiez Diva“, „Geschichten von der allgemeinen Undurchschaubarkeit“, die sich humorvoll mit dem Scheitern beschäftigen, sowie die dreistimmigen Zucchini Sistaz, die mit dem Programm „Falsche Wimpern – Echte Musik“ in Lehrte sind sowie die Musicalkomödie „Elternabend“.

Ganz besonders freut sich Kulturamtsleiterin Julienne Franke auf das biographische Theaterstück „Ein gewisser Charles Spencer Chaplin“ mit Wolfgang Bahro, bekannt als Jo Gerner aus der RTL-Soap „Gute Zeiten, Schlechte Zeiten“, „weil es etwas ganz Neues ist“. Auch das Schauspiel „Wann wird es endlich wieder so wie es nie war“ nach einem Roman von Joachim Meyerhoff ist für Franke etwas Außergewöhnliches. Vielversprechend ist für sie auch der zweite Auftritt von dem Trio Bidla Buh in Lehrte im Dezember mit „Advent, Advent, der Kaktus brennt...“

Das neue Programm wird nun an die Abonnenten verschickt. Neue Abonnements können ab dem 15. Mai ausschließlich im Fachdienst Schule, Sport und Kultur abgeschlossen werden. Der Einzelkartenverkauf  beginnt im Fachdienst Schule, Sport und Kultur am 1. August für alle zehn Theaterveranstaltungen, in den Vorverkaufstellen Buchhandlung Böhnert und Bücherstube Veenhuis jeweils vier Wochen vor der Veranstaltung, falls noch ausreichend Karten vorhanden sind. pos

Von Patricia Oswald-Kipper