Menü
Neue Presse | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Nachrichten Kirchenkreis schaut sich neuen Friedhof an
Region Lehrte Nachrichten Kirchenkreis schaut sich neuen Friedhof an
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:17 03.04.2019
Friedhofsleiter Gerhard Winter (Zweiter von rechts) führt eine Gruppe über das Gelände am Stadtpark. Quelle: Katerina Jarolim-Vormeier
Lehrte

 Mit solch einem Andrang hatten die Veranstalter kaum gerechnet: 80 Neugierige haben sich am Sonnabend auf dem neuen Lehrter Friedhof an der Straße Am Stadtpark eingefunden und dort allerhand über das Gräberfeld sowie über klassische und moderne Formen der Bestattung erfahren. Der Besuch auf dem neuen Friedhof der Evangelisch-lutherischen Matthäus-Kirchengemeinde war Bestandteil der Reihe „angeklopft und nachgefragt“, zu der der Kirchenkreis Burgdorf einlädt. Friedhofschef Gerhard Winter, sein Mitarbeiter Mathias Gerth sowie Steinmetzmeister Arno Sauer begleiteten die Gäste bei Führungen über das 8,3 Hektar große Areal. Dabei erfuhren die Gäste auch, dass sich auf dem mittlerweile parkähnlich angelegten Gelände rund 7000 Grabstellen befinden – und davon aktuell 1500 noch frei sind.

„Der Trend geht heute eher zu Urnenbeisetzungen“, sagte Winter bei seinem Rundgang. Seit 28 Jahren kümmert er sich um den größten Lehrter Friedhof. Weil nur noch 30 Prozent der Angehörigen eine Erdbestattung wünschten, gebe es immer mehr Freiflächen auf dem Gelände. „Trotz weniger Personal halten wir den Standard der Pflege“, beteuerte Winter. Denn der Friedhof sei ein Kulturgut einer Stadt.

Winter zeigte der Gruppe auch einen neu angelegten Bereich, auf dem Urnenbestattungen samt Stein stattfinden. Aber auch eine der historischen Ecken des Gräberfelds nahmen die Gäste genau in Augenschein. Dort sind russisch-orthodoxe Bürger begraben, die im Ersten Weltkrieg ums Leben gekommen sind. Diese Steine lasse die Friedhofsverwaltung bewusst stehen, sagte Winter. Sie seien eine Mahnung.

Probleme mit LED-Licht

Probleme bereitet den Friedhofsmitarbeitern eine Wiese, in der sich ebenfalls Urnen mit in die Erde eingelassenen Namensplatten befinden. Angehörige der Verstorbenen stellen dort Blumenschmuck mit Vasen, Lichter und andere Erinnerungsstücke auf die Steinplatten. „Wenn wir Rasenmähen, müssen wir alles wegräumen“, berichtete Winter. Schwierig seien auch LED-Lichter, die in Mode gekommen seien: „Diese müssen gesondert entsorgt werden.“

Nach dem Rundgang gab es eine Fragerunde mit den Bestattern Ursula Meinig und Thorsten Volkmann, die Pastorin Gesa Steingräber-Broder moderierte. Beide Bestatter berichteten von ihrer Arbeit in Ausnahmesituationen. „Wenn zum Beispiel Babys und Kinder sterben, zeigen wir Gefühle – und zeigen unsere Traurigkeit“, sagte die Lehrterin Ursula Meinig.

Praktikum beim Bestatter

Zu der Veranstaltungsreihe „angekloppt und nachgefragt“ gehört auch, dass Profis in ihnen unbekannten Arbeitsbereichen hospitieren. So absolvierte etwa Superintendentin Sabine Preuschoff ein Praktikum beim Bestattungsunternehmen Volkmann. Neu war für sie, dass Särge vom Bestatter selbst mit der Hand ausgeschlagen werden. Preuschoff erlebte bei ihrem Praktikum auch, dass mit den toten Menschen stets würdevoll und vorsichtig umgegangen wurde. Sie warb für Rituale, wie den lauten Erdwurf auf den Sarg: „Das ist laut, hilft bei der Trauerarbeit und symbolisiert. Der Mensch ist beerdigt.“

Von Katerina Jarolim-Vormeier

Sie hatten es auf Lenkräder samt Airbags abgesehen: Diebe sind in der Nacht zu Freitag durch den Nordosten von Steinwedel gezogen und haben sich dort in zwei Autos der Marke BMW zu Schaffen gemacht. Es entstand ein Schaden von mehr als 10.000 Euro.

31.03.2019

Große Pläne in Immensen: Die St.-Antonius-Kirchengemeinde will zusammen mit dem geplanten Dorfladen auf dem ehemaligen Volksbank-Gelände ein dörfliches Kommunikationszentrum schaffen.

03.04.2019

Bestseller-Autorin Susanne Mischke liest am 17. Mai in der Städtischen Galerie in Lehrte aus ihrem neuen Hannover-Krimi „Zärtlich ist der Tod“ vor.

30.03.2019