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Region Lehrte Nachrichten Kieler Meister spielt Osterprogramm mit Verspätung
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11:51 29.04.2019
Ostern als musikalische Klammer: Der Kieler Organist Volkmar Zehner an der Orgel in der Markuskirche. Quelle: Michael Schütz
Lehrte

Auch der Ersatz für etwas Schönes kann schön sein. Das konnten die Besucher erleben, die am Sonnabendabend in die Markuskirche gekommen waren. Dort war der Kirchenmusikdirektor Volkmar Zehner zu Gast, der am Distelborn einmal im Jahr mit seinem Kammerchor auftritt. Das Ensemble ist auch der Grund für diese regelmäßigen Auftritte, denn der Hamburger Chor hat auch Mitglieder aus Niedersachsen.

„Damit alle mal fahren müssen, proben wir nicht nur in Hamburg, sondern auch in Lehrte“, erklärt der Wahl-Kieler Zehner. Auf die Eisenbahnstadt ist die Wahl gefallen, weil die Tochter des Markus-Organisten Wilhelm Jacob im Kammerchor singt. Derzeit ist der Chor aber mit einem Projekt mit rund 70 Sängern beschäftigt. „Das wäre hier ein bisschen eng“, sagte Zehner mit Blick auf den Altarraum in der Markuskirche: „Deswegen habe ich Pastor Anke stattdessen ein Orgelkonzert angeboten.“

Lob vom Organisten für die sanierte Orgel

Das war durchaus eine kluge Entscheidung, denn die Orgel in der Markuskirche war erst unlängst saniert worden, was man nach Zehners Worten auch merken konnte: „Die Traktur ist jetzt wesentlich präziser“, bezog sich der 53-jährige Musiker auf die Ansteuerung der Pfeifen über die Tasten des Spieltisches.

Das Programm, dass sich der gebürtige Badener für Lehrte zusammengestellt hatte, beinhaltete vor allem barocke Meister. Die thematische Klammer zog er aus der Osterzeit. Das Fest selbst ist zwar schon vorbei, aber die Osterzeit dauert immer noch an. „Das geht noch bis Himmelfahrt“, erklärte Zehner. Und so erklangen Osterchoräle von bach ebenso wie Georg Böhms „Christ lag in Todesbanden“. Dazwischen stellte der Kieler immer wieder das, was er „freie Stücke“ nannte, also Stücke ohne direkten Osterbezug. Trotzdem würden diese ins Programm passen. So gebe es bei Dietrich Buxtehudes Präludium in D BuxWV 139 oder bei Bachs mächtigem Präludium und Fuge D-Dur BWV 532 aufsteigende Tonleitern, die zum Ostergedanken passten.

Leise Töne am Schluss des Konzerts

Zum Schluss konnten die rund 40 Zuhörer in den Kirchenbänken noch Felix Mendelssohn-Bartholdys Orgelsonate Nr. 6 über den Bachchoral „Vater unser im Himmelreich“ hören. Das dreisätzige Werk endet ungewöhnlicherweise mit einem Andante-Satz. „Ich wollte das Konzert leise beenden“, sagte Zehner dazu. Dafür war am Ende der Applaus wieder ansprechend laut.

Von Michael Schütz

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