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19:05 14.08.2019
Das internationale Workcamp mit jungen Leuten aus aller Welt ist eine der ganz besonderen Veranstaltungen im Antikriegshaus Sievershausen. Die Teilnehmer präsentieren die von ihnen gestalteten Schachfiguren. Quelle: privat
Sievershausen

Schach ist ein Spiel, das Menschen in aller Welt kennen. Jetzt hat das königliche Spiel im Mittelpunkt eines internationalen Workcamps im Antikriegshaus gestanden. Dort sind 20 junge Menschen zwischen 19 bis 25 Jahren zwei Wochen lang zu Gast gewesen, um sich kennenzulernen und kulturelle oder staatliche Grenzen zu überwinden. Das internationale Workcamp ist in Sievershausen bereits seit Jahrzehnten eine feste Institution. Stets verrichten die jungen Teilnehmer dabei auch eine praktische Aufgabe. In diesem Jahr gestalteten sie die Figuren eines Schachspiels neu.

Die jungen Leute kamen dabei aus Japan, China, Russland, der Ukraine, Polen, der Türkei, Spanien, Mexiko und Kolumbien, die betreuenden Teamer aus Griechenland und Deutschland. Vonseiten des Antikriegshauses waren Krischan Oberle, Gisela Fähndrich, Otto Dempwolff, Florian Krauß und Berndt Waltje mit dabei.

"I am a Human Beeing": Die Teilnehmer des Workcamps haben die Aufgabe, Artikel der Menschenrechtserklärung künstlerisch darzustellen. Quelle: Achim Gückel

Beim Gestalten der Schachfiguren hatten die Teilnehmer des Workcamps eine nicht ganz einfache Aufgabe zu bewältigen. Sie sollten sich jeweils mit einem oder zwei Artikeln der Menschenrechtserklärung beschäftigen und diese bildlich auf eine der Figuren übertragen. Der kriegerische Hintergrund des Schachspiels habe dabei stets die Bedrohung durch Krieg und Tod symbolisiert, verdeutlicht Berndt Waltje vom Antikriegshaus.

Bernd Waltje vom Antikriegshaus zeigt die 32 Figuren des neuen Schachspiels. Quelle: Achim Gückel

Abstrakte Forderungen wie etwa die Anerkennung als Rechtsperson oder das Recht auf Staatsangehörigkeit setzten die jungen Leute teils sehr fantasievoll um. Friedenstauben, Menschengruppen, symbolische Hände oder der Satz „I am a Human Being“ (Ich bin ein Mensch) prangen dort auf Bauer-, Läufer- oder Königsfigur. Ein erstes Spiel mit den 32 Figuren haben die jungen Leute bereits auf dem Freiluft-Schachfeld am Antikriegshaus absolviert. Jetzt sind die Figuren in dem Gebäude ausgestellt. „Zu gegebener Zeit werden wir daraus eine Kunstausstellung machen“, versichert Waltje.

Im Rahmenprogramm des Workcamps besuchten die internationalen Gäste auch die KZ-Gedenkstätte Bergen-Belsen, welche „auf die meisten einen nachhaltigen Eindruck“ gemacht habe, wie Waltje sagt. Der Umgang mit der Vergangenheit in Deutschland sei etwas Besonderes, hätten viele der Teilnehmer hervorgehoben.

Abend der Begegnung mit internationalem Büfett

Den Schlusspunkt des Workcamps markierte schließlich ein Abend der Begegnung mit vielen Gästen. Dazu hatten die Teilnehmer ein Büfett mit Speisen aus ihren Heimatländern zusammengestellt.

Von Achim Gückel

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