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Region Lehrte Nachrichten Stadt bekommt keinen autofreien Sonntag
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16:15 25.03.2019
Die Burgdorfer Straße ist auf diesem Bild (fast) autofrei: Einen autofreien Sonntag wird es in der Stadt aber nicht geben. Quelle: Achim Gückel
Lehrte

Einen autofreien Sonntag in Lehrte mit einem entsprechenden Fest auf der Burgdorfer Straße wird es in diesem und auch im nächsten Jahr nicht geben. Im Umweltausschuss des Rates hat sich jetzt eine breite Mehrheit gegen diesen Vorstoß von Sebastian Frenger ausgesprochen. Frenger sitzt für die Piratenpartei im Rat und bildet dort eine Gruppe mit der CDU. Doch auch die Christdemokraten erteilten Frengers Idee eine Abfuhr. Dabei lehnten die Mandatsträger allerdings nicht das grundsätzliche Ansinnen Frengers ab, mit weniger Autoverkehr die Umwelt zu schonen. Sie zweifelten vielmehr daran, dass ein Fest auf der Burgdorfer Straße dazu das geeignete Mittel sei.

Frenger hatte die Idee für einen autofreien Sonntag in Lehrte schon im vergangenen Jahr formuliert und einen entsprechenden politischen Antrag gestellt. Als Vorbild brachte er Hannover und das dortige Fest vor der Oper ins Spiel, das 2018 mit einer Rekordbeteiligung von 110.000 Menschen über die Bühne ging. Auch in einzelnen hannoverschen Stadtbezirken werde schon über autofreie Sonntage geredet. Warum nicht auch Lehrte, fragte Frenger.

„Autofreie Sonntage dienen Menschen und Umwelt“

Ebenso könnte man in Lehrte an einem Sonntag auf der dann für den Verkehr geschlossenen Burgdorfer Straße ein Fest feiern. Vereine, Verbände, gemeinnützige Einrichtungen und Initiativen könnten das Event unterstützen. Auch auf eine Belebung des Radverkehrs hoffte Frenger. Und um all das zu organisieren könne man das Stadtmarketing in Boot holen. Autofreie Sonntage dienten Menschen und Umwelt gleichermaßen.

Im Umweltausschuss bekam Frenger nun viel Gegenwind. Grundsätzlich sei es vollkommen in Ordnung, den Autoverkehr reduzieren zu wollen, sagten zwar Christoph Lokotsch (Die Linke) und Bodo Wiechmann (SPD). „Das ist eine gute Idee, ich bin aber trotzdem skeptisch“, meinte Lokotsch und gab zu Bedenken, dass ein Fest auf der Burgdorfer Straße eher Autoverkehr erzeuge als dass es ihn vermeide: „Die Leute kommen mit dem Auto zum Fest in die Innenstadt.“ Und Wiechmann vermutete sogar, dass „mit dem Fest genau das passiert, was wir eigentlich vermeiden wollen und was die Klimabilanz schädigt“. AfD-Ratsherr Ulrich Gürtler bemängelte, dass bei so einem Fest ja allein der Qualm von Bratwurstbuden die Luft ordentlich belaste.

Grüner sieht Negativeffekt für die Umwelt

Etwas offener gab sich SPD-Ratsfrau Petra Drescher: „Man kann ja Ideen sammeln und eventuell mit dem Stadtmarketing etwas auf die Beine stellen.“ Aber Ronald Schütz (Grüne), der dem Umweltausschuss vorsteht, mahnte, ein Fest an einem autofreien Sonntag müsse auf jeden Fall einen Inhalt haben, der sich von anderen Events abhebe. Auf jeden Fall aber werde so ein Fest rein klimatechnisch gesehen einen „Negativeffekt“ bewirken. Christdemokrat Martin Schiweck bemängelte einen anderen Aspekt: Er habe ein Problem damit, dass per Ratsbeschluss die Stadt zum Veranstalter eines solchen autofreien Sonntag samt Festivität werden solle.

Frenger selbst war angesichts der breiten Ablehnung überrascht. „Wir versuchen es ja nicht einmal, die Sache wird hier schon im Kern erstickt“, bemängelte er, konnte die Bedenken im Ausschuss aber nicht zerstreuen. Am Schluss war er der Einzige, der für seinen Vorschlag votierte, alle anderen Ausschussmitglieder sagten Nein.

Von Achim Gückel

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