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Region Lehrte Nachrichten Finale für Feierabend: Jetzt kommen die Lauben weg
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06:55 19.06.2019
Alles schon leer: Diese alte Gartenlaube wird in den nächsten Tagen abgerissen. Quelle: Achim Gückel
Lehrte

Nur noch wenige Wochen, dann wird an der Manskestraße nichts mehr an die frühere Kleingartenkolonie Feierabend erinnern. Seit einigen Tagen bestimmt dort ein Abbruchunternehmen aus Magdeburg das Bild. Dessen Mitarbeiter beseitigen nicht nur die alten Lauben, sondern auch sämtliche andere Hinterlassenschaften der früheren Schrebergärtner – von den Gehwegplatten über Gewächshäuser bis zu Spielgeräten und Sondermüll.

Bis Ende August wird dieser finale Akt auf dem Feierabend-Gelände vermutlich dauern. Doch das Baugebiet, das an der Manskestraße entstehen soll, wird noch eine Weile auf sich warten lassen. Frühestens im Jahr 2021 dürfte das erste neue Haus auf dem ehemaligen Kleingartengelände entstehen.

Abriss kostet 200.000 Euro

Im vergangenen Herbst hatten die Pächter ihre Parzellen räumen müssen. Laut Vertag mit der Stadt stand es ihnen frei, ob sie ihre Lauben selbst beseitigen und was sie alles aus ihrem Kleingarten mitnehmen. Vieles haben die Gärtner an Ort und Stelle gelassen. Für das Beseitigen ist nun die Stadt zuständig. Allein für diesen Job sind Kosten von 200.000 Euro eingeplant.

Ein Berg von alten Elektro- und Gartengeräten, welche die Mitarbeiter der Abrissfirma aus den Lauben geholt haben. Quelle: Achim Gückel

Dass die Summe derart hoch angesetzt ist, wird beim Blick auf die Abbrucharbeiten auf dem Feierabend-Gelände schnell verständlich. Sämtliche Baustoffe der Lauben werden gesondert entsorgt – vom Ziegelstein über den Fensterahmen aus Holz und die Terrassenüberdachung aus Eternit bis zur Dacheindeckung aus Teerbahnen und dem Gartenteich aus Kunststoff. „Da ist viel Sondermüll dabei“, sagt Fabian Nolting, Sprecher der Stadtverwaltung. Auch Elektrogeräte, Metalle und Lacke befänden sich noch in Massen auf den Parzellen.

Von einigen Lauben stehen nur noch Reste der Außenwände. Quelle: Achim Gückel

Auf den meisten der mehr als 100 Parzellen stehen derzeit noch die Häuschen. Sie sind von Gras, Blumen und Wildkräutern umwuchert. Teils sind Fenster oder Dach kaputt, es herrscht ein Bild der Verwüstung. Nur eine Reihe von Lauben, jene an der Nordseite der früheren Kolonie, hat das Abrissunternehmen aus Magdeburg, dass mit schwerem Gerät angerückt ist aber auch vieles per Hand erledigen muss, bereits beseitigt.

Bodenproben und Kampfmittelsondierung

Das Abräumen der alten Lauben ist nur einer von mehreren Akten auf dem Weg zum geplanten Neubaugebiet. Laut Nolting müssen ab September auf dem gesamten Gelände Bodenproben genommen werden. Verunreinigtes Erdreich wird dann ausgekoffert und entsorgt. Und schließlich steht noch eine eingehende Überprüfung auf Kampfmittel im Boden an. Schon jetzt gibt es Hinweise, dass auf dem Feierabend-Gelände während des Zweiten Weltkriegs Bomben niedergingen und auch Trichter verfüllt wurden.

„Bevor das nicht alles sondiert ist, können wir nicht bauen“, verdeutlicht Nolting. Und weil die Erschließungsarbeiten noch in einem langwierigen Verfahren ausgeschrieben und vergeben werden müssen, könnten frühestens Mitte 2020 die ersten Versorgungsleitungen in das Baugebiet gelegt werden. Dann folgt ein umfangreiches Bewerbungs- und Vergabeverfahren für die Baugrundstücke. Frühestens ab dem Frühjahr 2021 könnten diese dann verkauft und bebaut werden.

200 neue Wohneinheiten an der Manskestraße

In dem Neubaugebiet auf der früheren Kleingartenkolonie sollen in Einfamilien-, Reihen- und Mehrfamilienhäusern 200 Wohneinheiten entstehen. Den Beschluss dazu hatte der Rat mit breiter Mehrheit im Januar 2018 gefällt. Zuvor hatte es lange, teils hitzige Debatten über den Sinn des Projekts sowie über die Zukunft des Feierabend-Kleingartenvereins gegeben. Diesem wurde mittlerweile am Hohnhorstsee ein Ersatzgelände zur Verfügung gestellt. Aber nur wenige der früheren Feierabend-Schrebergärtner sind bislang dorthin umgesiedelt.

Von Achim Gückel

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