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Region Lehrte Nachrichten Abbruchunternehmen will 14 Meter hohe Halle errichten
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17:57 18.07.2019
Hier soll die neue, 14 Meter hohe Halle entstehen: Auf dem Betriebsgelände von A&S an der Benzstraße. Quelle: Achim Gückel
Lehrte

Das Lehrter Unternehmen A&S Betondemontage hat große Pläne. Es will am Rand der Stadt, auf seinem Betriebsgelände an der Benzstraße, eine sogenannte Brecheranlage errichten. Sie soll dazu dienen, Bauschutt, Bodenaushub und den Aufbruch von Straßen aufzuarbeiten. Die Anlage soll in einer 14 Meter hohen und 4000 Quadratmeter großen Halle platziert werden. 60.000 Tonnen Material könnten dort pro Jahr verarbeitet werden. Lehrtes Baupolitiker bewerten das Vorhaben grundsätzlich positiv. Sie haben einem sogenannten städtebaulichen Vertrag mit dem Unternehmen zugestimmt und damit grünes Licht für konkrete Planungen gegeben.

Die Brüder Hinrich und Philipp Detmering, Geschäftsführer bei A&S, hatten ihr Vorhaben unlängst im Bauausschuss der Stadt vorgestellt. Sie nannten die geplante Brecheranlage dabei eine „überdimensionale Waschmaschine für Bauabfall“ und betonten, dass sie keine Deponie, sondern eine Aufbereitungsanlage errichten wollen. Es gehe dem Unternehmen darum, „clever sowie ökologisch und ökonomisch sinnvoll“ zu entsorgen. Man wolle mit der Anlage die Materialien von Schadstoffen reinigen, um dann nur noch geringe Überreste deponieren zu müssen. Denn schon jetzt seien Deponien überlastet, wie Hinrich und Philipp Detmering betonten.

Geplante Halle passt nicht in den gültigen Bebauungsplan

Auf ihrem Gelände an der Benzstraße hinter dem Altholzverwerter Timberpak betreibt die Firma A&S bereits einen Bauschuttplatz. Eine Halle existiert dort bereits. Doch der geplante Neubau würde nun so groß ausfallen, dass der bislang gültige Bebauungsplan geändert werden müsste. Unter anderem müssen die planerischen Voraussetzungen für die 14-Meter-Halle geschaffen werden, die auch die bisher gültigen Baugrenzen überschreiten würde. Mit dem städtebaulichen Vertrag überträgt die Stadt Lehrte nun die Kosten für die Aufstellung eines neuen Bebauungsplans auf das Unternehmen.

Hinrich und Philipp Detmering betonten im Bauausschuss, dass die Halle unbedingt eine Höhe von 14 Metern haben müsse. Denn drinnen sollen Lastwagen Bauschutt abkippen können. Es sei eine Reifenwaschanlage vorgesehen, und die gesamte Halle werde zum Schutz des Grundwassers in einer Bodenwanne errichtet. Allerdings müsse noch der Anschluss an das Trinkwassernetz und den Schmutzwasserkanal hergestellt werden. Die zu erwartende Belastung durch den an- und abfahrenden Schwerlastverkehr bezifferten die Brüder auf ein bis zwei Lastwagen pro Stunde. Das sei nicht viel mehr, als zurzeit zum und vom A&S-Gelände an der Benzstraße rolle.

Grüner fordert Steuerung des Lastverkehrs

Ebenjener Lastverkehr müsse allerdings dringend gesteuert werden, mahnte Ronald Schütz (Grüne) im Bauausschuss an. Er dürfe auf keinen Fall durch die Kernstadt fahren, sondern müsse von der Benz- über die Industriestraße und direkt zur Autobahn 2 geleitet werden. Entsprechende Beschilderungen müssten eindeutig sein.

Tausende Tonnen Bauschutt, Bodenaushub und Aufbruch von Straßen werden sollen an der Benzstraße künftig auf moderne Weise verarbeitet werden. Quelle: Achim Gückel

Beisitzer Horst-Günter Gnest betonte unterdessen, dass das von A&S vorgelegte Konzept sehr innovativ sei. Möglicherweise könne das Unternehmen zum Transport des Schutts auch ein Industriegleis nutzen, das südlich an das Firmengelände grenzt. Hinrich und Philipp Detmering versprachen, diese Option gemeinsam mit der Bahn zu prüfen. Beisitzer Hans-Jürgen Dankert verlangte unterdessen mehr Informationen, „welche Stoffe da rein- und rausgehen“.

Planverfahren kommt jetzt in Gang

Baudezernent Christian Bollwein bewertete die von A&S präsentierten Planungen grundsätzlich positiv. Er merkte aber auch an, dass eine „gewisse Grundskepsis“ gegenüber solch einer Anlage natürlich sei. Noch genehmige man aber die Brecheranlage auch noch nicht, sondern bringe nur das Verfahren in Gang.

A&S ist ein eingesessenes Lehrter Unternehmen

„Wir lassen es für Sie krachen“, „Unsere Lizenz zum Plattmachen“, „Wir machen Ihren Schutt zu Schotter“: Mit solchen und ähnlich pfiffigen Slogans wirbt A&S Betondemontage GmbH auf seiner Internetseite für seine Dienstleistungen. Seit dem Jahr 1981 gibt es das Unternehmen in der Stadt. Es ist spezialisiert auf Abbrüche und Demontagen, Säge- und Erdarbeiten sowie auf die Sanierung von Gefahr- und Schadstoffen und das Recycling. Zurzeit hat A&S laut Hinrich und Philipp Detmering rund 170 Mitarbeiter. Die Brüder hatten das Unternehmen vor gut zwei Jahren gekauft, als der Gründer und Eigentümer keinen Nachfolger fand. Als Jahresumsatz wurden 17 Millionen Euro genannt.

Von Achim Gückel

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