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Region Lehrte Nachrichten Ehepaar Selant feiert am 16. Mai eiserne Hochzeit
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00:26 18.05.2018
Emmi und Horst Selant sind seit 65 Jahren verheiratet. Quelle: Katja Eggers
Lehrte

 Am 16. Mai feiert ein echtes Lehrter Urgestein mit seiner Frau eiserne Hochzeit: Horst Selant ist im Stadtgebiet auch deswegen bekannt wie der sprichwörtliche bunte Hund, weil er jahrzenhntelang in der Lehrter Stadtverwaltung als städtischer Direktor und Sozialdezernent gewirkt hat. Mit seiner Frau Emmi, einer gebürtigen Ahltenerin, ist er nun seit 65 Jahren verheiratet. 

Kennengelernt haben sich beide beim Tanzen in Ahlten. Für ihn war es Liebe auf den ersten Blick, sie fand den Akkordeon-Spieler aus der Kapelle Monika zunächst eher unsympathisch. „Sie hat mich als großen Dussel bezeichnet“, erinnert sich Selant lachend. Gefunkt hat es dann trotzdem irgendwann. 

Die standesamtliche Trauung fand am 15. Mai 1953 in Burgdorf statt. Kirchlich trauen ließ sich das Paar einen Tag später in der Barockkirche in Ilten. Die heute 92-Jährige trug als Braut seinerzeit ein weißes Kleid mit Schleier und Schleppe. Er erschien im geliehenen Frack mit Zylinder und weißen Handschuhen vor dem Traualtar.

Emmi und Horst Selant wurden am 16. Mai 1953 in der Barockkirche in Ilten getraut. Quelle: Katja Eggers

Das junge Ehepaar wohnte zunächst in einer winzigen Ein-Zimmer-Wohnung an der Parkstraße. Als Emmi schwanger wurde, zogen die Selants in eine größere Wohung an der Dammstraße um. „Da hatten wir Dachschräge und Ofenheizung, aber für uns war das ein absolutes Glückslos“, erklärt Horst Selant. Das Glück meinte es jedoch nicht allzu gut mit dem jungen Paar. Sohn Michael starb noch bei der Geburt. Später gebar Emmi mit Martina und Cornelia jedoch zwei gesunde Mädchen und hörte auf zu arbeiten. Zuvor hatte sie erst bei einem Bäcker in Ahlten ihr Pflichtjahr absolviert, dann im Ratskellersaal als Köchin und später  bei Büroartikelhersteller Pelikan in Hannover am Band gearbeitet. 

Der heute 88-jährige Horst Selant blickt derweil auf 50 Jahre im öffentlichen Dienst zurück. Am 1. Januar 1944 begann er eine Lehre in der Kreisverwaltung des Landkreises Burgdorf. Er arbeitet bis 1963 im Landratsamt. Mit der Inspektorenprüfung in der Tasche bewarb er sich 1963 bei der Stadtverwaltung in Lehrte. Dort arbeitete er bis zu seiner Pensionierung im Jahr 1994 als städtischer Direktor und Sozialdezernent. Mit dem damaligen Stadtdirektor Axel Saipa bildete er ein eingespieltes Team. In Selants Aufgabenbereich fiel seinerzeit die Einrichtung zahlreicher Kitas und der Bau mehrerer Jugendzentren.

Nach seiner Pensionierung legte Selant aber keinesfalls die Hände in den Schoß, sondern engagierte sich 15 Jahre ehrenamtlich für den Lehrter Verekehrsverein, organisierte er Stadtfeste und Weihnachtsmärkte und hängte Infotafeln aus Bronze an bekannten Lehrter Gebäuden auf. In den Siebzigerjahren war Selant zudem Elternratsvorsitzender an der Albert-Schweitzer- und an der Realschule. Bis 2017 wirkte er im Förderverein der Nikolauskirche mit – er gehört zudem zu dessen Gründungsmitgliedern.

1990 übernahm Selant obendrein die Aufgabe des Alterswartes beim Lehrter Sportverein und organisierte dort Angebote für Senioren. Früher war er in dem Verein aktiver Leichtathlet und legte zudem zahlreiche Sportabzeichen ab. 2006 erhielt der Lehrter die Goldene Ehrennadeln des LSV und obendrein die des Regonssportbundes. Im LSV und im Siedlerbunde sind Selant und seiner Frau bis heute, allerdings nicht mehr als aktive Sportler. Das Paar genießt nun die Zeit mit dem Enkelkind und zwei Urenkeln und arbeitet gern im Garten. Im Haus gibt es ebenfalls genug tun. „Wir haben immerhin 16 Fenster zu putzen“, sagt Emmi Selant augenzwinkernd.

Von Katja Eggers

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