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Haschpflanzer
Region Lehrte Nachrichten Hohe Haftstrafe für 
Haschpflanzer
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17:55 29.09.2015
Von Achim Gückel
Quelle: Symbolbild
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Lehrte

Vier Tage dauerte die Verhandlung gegen die vier 26, 35, 38 und 39 Jahre alten Marihuana-Gärtner von Steinwedel. Dass die Männer nicht ungeschoren davonkommen würden, war schon früh klar – insbesondere weil der 38-Jährige in dem Prozess als Kronzeuge auftrat und mit umfassenden Aussagen seine Komplizen schwer belastete. Dieser Mann kam nun mit einer Freiheitsstrafe von fünf Jahren davon. Das liegt am unteren Rand des Strafrahmens für unerlaubtes bandenmäßiges Handeltreiben mit Betäubungsmitteln. Dass dieser Tatbestand vorlag, ist für das Gericht unzweifelhaft.

Im Dezember 2013 war das Quartett mit seiner Marihuanazucht in der Steinwedeler Lagerhalle aufgeflogen, weil es dort zu einem Brand gekommen war. Die Feuerwehrleute mochten ihren Augen kaum trauen, als sie die illegale Gärtnerei sahen. Kriminalbeamte zählten später 747 Cannabispflanzen und stellten mehr als 4 Kilogramm konsumfertiges Marihuana sicher. Der 35-jährige Angeklagte kassierte gestern die höchste Haftstrafe: achteinhalb Jahre. Bei ihm bezog das Gericht zwei Vorverurteilungen mit ein. Der 39-Jährige muss für sieben Jahre hinter Gitter, der 26-Jährige wegen Beihilfe zur Tat und zweier Vorverurteilungen für dreieinhalb Jahre.

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Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Ob die Verteidigung Revision einlegen wird, ist noch unklar. Ebenso ungeklärt bleibt die Frage nach möglichen Hintermännern der Steinwedeler Marihuana-Zucht. In der Lagerhalle sollen laut Gerichtssprecher Felix Muntschick schon „mehrere Ernten“ eingefahren worden sein, bevor es im Dezember 2013 zu dem Brand kam.