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Region Lehrte Nachrichten Wahl: Heike Koehler soll für CDU antreten
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00:18 24.09.2018
Heike Koehler will auf den Chefsessel im Lehrter Rathaus. Quelle: Privat
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Lehrte

Wenn am 26. Mai im nächsten Jahr der Bürgermeister von Lehrte neu gewählt wird, soll Heike Koehler gegen den SPD-Kandidaten und Amtsinhaber Klaus Sidortschuk (SPD) antreten. Der Lehrter CDU-Vorstand hat die Ahltenerin jetzt einstimmig als Kandidatin empfohlen.

Heike Koehler ist eine hervorragende Kandidatin, sie hat Lust und viel Engagement für die Politik und vermittelt Aufbruchstimmung“, erklärt der Lehrter CDU-Chef Hans-Joachim Deneke-Jöhrens. Zudem habe die Ahltener Ortsbürgermeisterin bereits langjährige Erfahrung in der Kommunalpolitik und sei für den Job an der Verwaltungsspitze bestens geeignet. Die 51-jährige Geschäftsfrau und Mutter von zwei erwachsenen Kindern ist Ortsbürgermeisterin von Ahlten. Seit seit sieben Jahren bestimmt sie die Geschicke als Ratsfrau im Stadtrat mit. Zudem ist sie Vorsitzende des Jugendhilfeausschusses, stellvertretende Parteivorsitzende sowie Aufsichtsratsmitglied bei den Stadtwerken. Koehler habe bewiesen, „dass sie Dinge bewegen sowie Menschen und Organisationen managen kann“, meint Deneke-Jöhrens.

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In der Partei gebe es einen großen Konsens zum Vorschlag des CDU-Vorstands. Koehler sei eine umtriebige Powerfrau mit großem Durchsetzungsvermögen, die in ganz Lehrte sehr beliebt sei, so der Parteichef Deneke-Jöhrens. Mit Koehler als Kandidatin rechne man sich große Chancen aus, sagt er. „Wir freuen uns sehr über Heike Koehlers Bereitschaft zur Kandidatur. Mit ihr als Bürgermeisterin wird Lehrtes Stadtpolitik zukünftig bürgernäher, effektiver und lösungsorientierter sein“, ist Deneke-Jöhrens überzeugt.

Heike Koehler selbst war von dem einstimmigen Votum zu ihrer Kandidatur sehr berührt. Sie habe sich die Entscheidung dazu nicht leicht gemacht, lange abgewogen und ihr Vorhaben auch mit ihrer Familie abgestimmt. „Das hat mich schon einige schlaflose Nächte gekostet“, verrät Koehler. Vor allem weil sie den Ahltenern nicht das Gefühl geben wolle, sie im Stich zu lassen. „Aber als Bürgermeisterin kann ich noch mehr für alle Lehrter Bürger erreichen“, erklärt sie. Koehler will ihre Schwerpunkte vor allem in der Familien- und Schulpolitik und bei der Stadtentwicklung einsetzen.

Stadtverbandschef Deneke-Jöhrens räumt ein, dass es bei der CDU auch mögliche andere Kandidaten gegeben hätte: „Als sie aber gehört haben, dass Heike Koehler antreten möchte, haben sie schon im Vorfeld zurückgezogen.“ Andere Kandidaten hätten sich deshalb nicht erklärt. Die Möglichkeit hierfür besteht allerdings noch bis zur Aufstellungsversammlung.

Die Lehrter CDU-Mitglieder werden dann in einer Urwahl am 26. Oktober entscheiden, wer als Kandidat oder Kandidatin für das Bürgermeisteramt in Lehrte antreten wird. Erst dort wird die Kandidatur von den mehr als 300 eingeschriebenen Christdemokraten besiegelt werden.

SPD nominiert Klaus Sidortschuk

Die Lehrter Sozialdemokraten haben Klaus Sidortschuk am Donnerstag im Dorfgemeinschaftshaus Steinwedel für die Bürgermeisterwahl 2019 nominiert. Die Genossen sprachen Sidortschuk dabei einstimmig das Vertrauen aus.

Der 55-jährige Amtsinhaber hatte schon nach der Sommerpause seine erneute Kandidatur angekündigt. In seiner programmatischen Rede im Dorfgemeinschaftshaus ging Sidortschuk vor allem auf die Schwerpunktthemen der nächsten Jahre für Lehrte ein. Die umfassen die Schaffung von Wohnraum ebenso wie die Kitabetreuung, die Schulentwicklung von Lehrte, den Verkehr mit der Entwicklung des Radverkehrs, die Digitalisierung der Verwaltungsarbeit sowie die Verbesserung der Sauberkeit und der öffentlichen Ordnung in Lehrte. Bei letzterem Punkt kündigte der Bürgermeister an, einen städtischen Ordnungsdienst einrichten zu wollen.

Sidortschuk betonte in seiner Rede, dass für all diese Investitionen ein mehrjähriger Finanzbedarf erforderlich sei. Gleichzeitig wies er auf die gute wirtschaftliche Lage der Stadt hin, die es etwa ermögliche den Neubau der Feuerwache mit rund 20 Millionen Euro aus eigener Tasche zu stemmen. Die geplante Kreditaufnahme von 23 Millionen Euro werde „mit großer Wahrscheinlichkeit in diesem Jahr nicht mehr erfolgen“, kündigte Sidortschuk an.

Von den Sozialdemokraten bekam Sidortschuk für seine Pläne viel Zustimmung. Das einstimmige Votum sei keine Überraschung gewesen, sagte SPD-Ortsverbandsvorsitzender Bodo Wiechmann: „Wir knüpfen damit an eine erfolgreiche und sehr gute Zusammenarbeit in den letzten Jahren an und wollen gemeinsam die bevorstehenden Herausforderungen meistern. An Arbeit mangelt es nicht.“pos

Von Patricia Oswald-Kipper