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Region Lehrte Nachrichten Zum Altdorffest kommt ein Krake an den Teich
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00:23 26.05.2018
Mit den bemalten Brettern wird es bunt am Arpker Dorfteich Quelle: Michael Schütz
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Arpke

Buntes Treiben gibt es auf dem Altdorffest in Arpke eigentlich immer. In diesem Jahr allerdings wird es im Wortsinne eine besonders farbenfrohe Angelegenheit. Dafür sorgt eine große Anzahl von Malern im Dorf. Am Donnerstag vor dem traditionellen Fest, also am 24. Mai, werden rund um den Dorfteich Bretter aufgestellt, die in den letzten Wochen bemalt wurden. Die Idee zu dieser Aktion hatten die drei Arpkerinnen Franziska Saniter, Andrea Buchholz und Gerda Michael.

Ein Artikel in der Wochenzeitung „Die Zeit“ habe das Trio auf die Idee mit den bunten Brettern gebracht, erklärte Saniter: „Dort haben ostfriesische Konfirmanden Bretter bemalt und in die Gärten gestellt.“ Also hat Buchholz Bretter aus einem Sägewerk besorgt und im Dorf dazu aufgerufen, diese zu bemalen. „Wir haben überall die Menschen angesprochen“, sagte Michael. „Im Supermarkt, den Kirchengemeinden und in den Vereinen.“ Die Resonanz sei ausgezeichnet gewesen. Auch die Kitas hätten mitgemacht, jede Schulklasse der Grundschule habe sich beteiligt. Und seit Februar habe sich sogar im Backhaus an der Ahrbeke eine Gruppe zum gemeinsamen Malen getroffen.

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Und so sind rund 70 Kunstwerke auf bis zu zwei Meter langen Planken entstanden, die am Donnerstag, 24. Mai, ab 10 Uhr rund um den Dorfteich aufgestellt werden sollen und ein Jahr dort bleiben. „Vielleicht schaffen wir es ganz herum“, hofft Saniter. „Unser Ziel sind 100 Bretter“, ergänzt Buchholz. Während des Altdorffestes soll es auch einen Stand geben, an dem noch gemalt werden kann.

Das haben Elsa-Maria Trabert und Nicole Korroch schon hinter sich. Die beiden Arpkerinnen steuern je ein Brett zu dem Kunstprojekt bei. Wasser spielte offenbar bei beiden eine große Rolle. Traberts Werk zitiert im unteren Bereich den Dorfteich mit blauem Wasser und schwimmenden Fischen, während im oberen Bereich ein Tier zu sehen ist. „Da waren Astlöcher, die wie Augen ausgesehen haben.“ Ob das Tier ein Fuchs oder eine Katze sein soll, könne sich der Betrachter aussuchen. In der Schule habe sie immer schon gern gemalt, aber seitdem nicht mehr, gestand Trabert. Die Neu-Arpkerin, die aus Laatzen in das Dorf gezogen ist, hat das Projekt auch dazu genutzt, Kontakte zu knüpfen. Nicole Korroch hat sich dagegen vom Wellenreiten inspirieren lassen. „Unsere Familie fährt gern zum Surfen“, sagte sie. „Ich habe mich mal im Internet schlau gemacht, welche Designs es bei Surfbrettern gibt.“ Am Ende fiel die Wahl auf einen Kraken, der sich auf dem Brett schlängelt.

Dorfsause seit über 40 Jahren

Das Altdorffest hat eine lange Tradition in Arpke. Bereits zum 42. Mal geht das gemütliche Straßenfest, bei dem fast das gesamte Dorf auf den Beinen ist, Ende Mai über die Bühne. Von Freitag, 25., bis Sonntag, 27. Mai, ist die Dorfsause geplant. Dabei beginnt das Fest in der Regel sehr ruhig, denn in der Kreuzkirche wird am Freitagabend zur Abendmusik gebeten. Mit dieser musikalischen Soirée und der Begrüßung durch den Ortsbürgermeister wird seit vielen Jahren das Altdorffest eingeläutet.

Der publikumsreichste Tag des Altdorffests steigt am Sonnabend, 26. Mai. Dann steht auf der abgesperrten Straße Ahrbeke und entlang des Dorfteiches eine Budenstraße, an deren Stände sich Vereine und Organisationen präsentieren. Auf der Kreuzung am Dorfteich treten Gruppen auf.Das Programm beginnt um 14 Uhr mir dem Ansingen der Grundschüler und endet gegen 17 Uhr wieder mit Musik. Dazwischen sind unter anderem Kirchturmbesteigungen, Vorführungen im Voltigieren und der Ortsfeuerwehr und Tauziehen vorgesehen. Es gibt viele Stände mit Speisen und Getränken, Aktionen für Kinder und Erwachsene sowie allerhand Überraschungen.Von 18 bis 23 Uhr steigt dann am Westerende die Arpker Youth Night, und ab 20 Uhr gibt es Tanz mit einer Live-band im Saal von Baltheuers Hoff im alten Ortskern.

Während am Sonnabend auch viele Auswärtige beim Altdorffest vorbeischauen, ist der Sonntag eher dorfintern ausgelegt. Nach einem Freiluftgottesdienst ab 10.30 Uhr lassen die Arpker das Fest am Nachmittag bei Livemusik sowie Kaffee und Kuchen ausklingen.

Von Michael Schütz