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Region Langenhagen Nachrichten Vielseitigkeitsturnier in Twenge: So laufen die Vorbereitungen
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17:03 12.09.2019
Turnierleiter Marc Dennis Münkel ist seit zwei Wochen fast pausenlos mit den Vorbereitungen für das 35. Vielseitigkeitsturnier auf dem Hof in Twenge beschäftigt. Quelle: Julia Gödde-Polley
Kaltenweide

Das Handy von Marc Dennis Münkel steht kaum noch still. Immer wieder ist der 42-Jährige gefragt. Der Leiter des Vielseitigkeitsturniers in Twenge, das von Freitag, 13., bis Sonntag, 15. September, stattfindet, muss kurz vor Schluss allerhand koordinieren, damit die Vorbereitungen pünktlich abgeschlossen sind. „Es gibt noch einiges zu tun“, sagt der Vorsitzende des ausrichtenden Vereins für Vielseitigkeitsreiterei (VfV) bei einem Rundgang über den Hof mit Blick auf den Springplatz.

Seit knapp zwei Wochen läuft der Aufbau für die Veranstaltung auf Hochtouren, für das sich Reiter aus elf Nationen angemeldet haben. Der Rasen musste gemäht, die Hindernisse mussten gewaschen und die Dressurvierecke aufgebaut werden, berichtet Münkel. Insgesamt sind vom Verein im Vorfeld und beim Turnier 50 Helfer ehrenamtlich im Einsatz und sorgen für einen reibungslosen Ablauf. Hinzu kommen an den drei Tagen insgesamt circa 15 weitere Richter, Tierärzte und ein technischer Direktor.

Dressurvierecke, Hindernisse und Geländeparcours: Für das dreitägige Vielseitigkeitsturnier muss der Verein für Vielseitigkeitsreiterei Langenhagen einiges vorbereiten und aufbauen. Ein Besuch auf dem Hof wenige Tage vor dem Start.

Turnier feiert Rekord

Das 35. Vielseitigkeitsturnier im Langenhagener Ortsteil verbucht in diesem Jahr einen Rekord: 260 Nennungen liegen den Organisatoren für die Prüfungen vor. „Und wir haben noch eine Warteliste“, berichtet der Vereinschef. Doch diese Zahl sei die Obergrenze. Mehr Reiter würden nicht gehen. Das Problem sei der Geländetag, an dem alles funktionieren müsse.

Das Hauptzelt zwischen den Dressurvierecken und dem Springplatz steht. Quelle: Julia Gödde-Polley

Betrieb steht still

Der landwirtschaftliche Betrieb der Familie Münkel, auf deren Hof das Turnier stattfindet, steht für den Wettbewerb drei Wochen still, berichtet der 42-Jährige. Eigentlich könnte er mit der Herbstbestellung der Felder anfangen, doch alle Familienmitglieder seien in die Turniervorbereitungen eingespannt und kümmern sich unter anderem um die Plakate. „Ein bisschen bekloppt muss man schon sein“, gesteht Münkel.

Wenn am Sonntag die Sieger geehrt wurden, ist das Turnier zu Ende und die Helfer haben es geschafft. „Am Sonntagabend fällt man erst mal in ein Loch“, sagt der Vereinsvorsitzende. Dann fallen der ganze Druck und die Anspannung ab. Doch direkt am Montag beginnt dann der Abbau, und der normale Betrieb auf dem Hof geht weiter.

Ist der Turnierleiter optimistisch, dass alles rechtzeitig fertig wird? „Noch ja“, sagt Münkel. Der Turnierchef muss zurück auf den Hof – dort wird gerade der Duschcontainer platziert.

Das dreitägige Vielseitigkeitsturnier beginnt am Freitag, 13. September, ab 11 Uhr auf dem Hof Münkel, Twenge 1, in Kaltenweide. Am Sonnabend und Sonntag starten die Prüfungen jeweils ab 8 Uhr. Am Sonntag sind Pferde und Reiter im Gelände unterwegs. Die Teilnehmer kämpfen unter anderem um den Großen Preis der Stadt Langenhagen und die Drei-Sterne-Milford-Trophy. Zudem wird am Wochenende zum dritten Mal die Amateurmeisterschaft ausgetragen. Der Nachwuchs misst sich bei Landes- und Bezirksmeisterschaften der sogenannten Jungen Reiter. Für Besucher werden Parkplätze auf zwei Wiesen ausgeschildert. Die Parkgebühr beträgt am Sonntag 3 Euro pro Fahrzeug. Teilnehmer können mit ihren Hängern und Transportern auf ein ausgeschildertes Feld am Hof fahren.

„Suche nach Sponsoren ist schwieriger geworden“

Der Zuspruch für das Vielseitigkeitsturnier in Twenge ist in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen, berichtet Turnierchef Marc Dennis Münkel. Nicht zuletzt, weil das Prüfungsangebot nicht mehr so üppig und in dem Sport einige Veranstaltungen weggefallen seien. Zu dem Wettkampf auf der Reitanlage kommen auch Spitzenreiter mit ihren Toppferden. Doch die Suche nach Sponsoren „ist schwieriger geworden und unheimlich zeitintensiv“. Münkels Beobachtung ist, dass sich Unternehmen an den Reitsport nicht so richtig rantrauen. Meistens seien Sponsoren Firmen, die aus Tradition unterstützen. So auch das Unternehmen Milford, das seit dem ersten Turnier vor 35 Jahren dabei ist. „Das ist für uns sehr wichtig“, sagt Münkel. Dies sei zusammen mit den Nenngeldern der Sockel, den der Verein immer habe, um die Kosten zu decken.

Anfang der Woche gab es für den Verein gute Nachrichten aus dem Rat der Stadt Langenhagen: Die Politiker bewilligten einen Zuschuss in Höhe von 5000 Euro. Nach einem vereinsinternen Fehler war der Zuschussantrag zunächst abgelehnt worden. Münkels Parteikollegen aus der CDU-Fraktion stellten deshalb einen politischen Antrag, damit der Verein Unterstützung erhält. Jetzt ist dieser genehmigt worden. „Das ist für uns schon viel Geld“, sagt der Vereinsvorsitzende. „Es geht uns um die Veranstaltung.“ Diese habe eine große Werbewirkung für die Stadt.

Einige Hindernisse haben besondere Sicherheitsmechanismen

Bei der Zwei-Sterne-Prüfung müssen die Starter mit ihren Pferden 27, bei der Drei-Sterne-Prüfung 32 Hindernisse im Gelände überwinden. Diese haben externe Aufbauer in den vergangenen Tagen auf den Flächen platziert. Nicht alle Hindernisse gehören dem Verein, berichtet Turnierchef Marc Dennis Münkel. Für mehr Sicherheit für Pferd und Reiter sind an circa zehn der Hindernisse spezielle Mechanismen eingebaut. Diese lösen aus, wenn das Pferd daran hängen bleibt. Dann fällt der oberste Teil der Hindernisse runter, erklärt Münkel. Dies sei in der Vielseitigkeitsreiterei mittlerweile Standard geworden.

Weitere Infos zum Turnier finden Sie hier:

Rekord: 260 Vielseitigkeitsreiter kommen zum Turnier in Twenge

Elite der Vielseitigkeitsreiterei trifft sich wieder in Twenge

Von Julia Gödde-Polley

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