Stadt Langenhagen will Wasserpflanzen Waldsee beseitigen
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Stadt Langenhagen will Wasserpflanzen Waldsee beseitigen

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12:03 24.07.2020
Die relativ kleine Wasserfläche des Waldsees ist stark von Pflanzen zugewachsen.
Die relativ kleine Wasserfläche des Waldsees ist stark von Pflanzen zugewachsen. Quelle: Sven Warnecke
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Langenhagen

Sind die Wasserpflanzen im Silbersee gefährlich? Nach dem tödlichen Badeunfall am Sonnabend, 18. Juli, mehren sich speziell in den sozialen Medien diese Gerüchte. In dem Gewässer war ein 40 Jahre alter Mann, der als Ersthelfer einem anderen in Not geratenen Schwimmer zu Hilfe geeilt war, nach dem Rettungsversuch selbst ums Leben gekommen. Besonders tragisch: Der Unfall ereignete sich zwei Stunden, nachdem die DLRG ihren Wachdienst beendet hatte.

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Doch sowohl die Langenhagener Stadtverwaltung wie auch die Mitglieder der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) verneinen, das die Wasserpflanzen eine Gefahr darstellen. Das wollen Schwimmer der DLRG am Wochenende im Gewässer auch unter Beweis stellen.

Stadt sieht momentan keinen Handlungsbedarf am Silbersee

Die Langenhagener Stadtverwaltung sieht am Silbersee momentan auch keinen Handlungsbedarf, die Wasserpflanzen zu beseitigen. Bürgermeister Mirko Heuer sagte auf Anfrage, dass die Wasserpflanzen auch nur einen relativ kleinen Bereich des großen Gewässers einnehmen.

Der Waldsee droht seit einigen Jahren wegen des starken Pflanzenbewuchses zu Verlanden. Quelle: Sven Warnecke

Anders sieht es indes am Krähenwinkeler Waldsee aus. Dort gibt es seit Jahren die Klagen, dass das Gewässer nach und nach verlanden würde. Nicht nur die dortigen DLRG-Mitglieder hatten auf die Gefahren hingewiesen, auch der Ortsrat hatte sich mit dem Thema befasst. Heuer kündigt nun auch Arbeiten dort für Montag, 27. Juli, ab 9 Uhr an. Angesichts der relativ kleinen Wasserfläche soll dort gemäht werden. Eine Fachfirma übernimmt das. Das Spezialgerät kann bis zu einer Tiefe von zwei Metern arbeiten. „Um das Badeerlebnis für die Besucher zu erhöhen“, sagt der Bürgermeister. Er erinnert aber auch daran, das sowohl der Wald- wie auch der Silbersee Naturseen sind – die Besucher sich auf entsprechende Gefahren einstellen müssten.

Von Sven Warnecke