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Region Langenhagen Nachrichten Quälende Debatte um Feuerwehr-Wache
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00:17 11.02.2019
Auf dieser doch recht engen Fläche zwischen Walsroder und Wagenzeller Straße soll das neue, gemeinsame Feuerwehrhaus für Kaltenweide und Krähenwinkel entstehen. Quelle: Sven Warnecke
Langenhagen/Kaltenweide/Krähenwinkel

Der aus dem Kaltenweider Ortsrat stammende Änderungsantrag für eine gemeinsam mit Krähenwinkel betriebene Feuerwache auf dem Dreieck-Grundstück an der Walsroder Straße Ecke Wagenzeller Straße ist ohne Diskussion durch den Langenhagener Rat gewunken worden. Doch als es um einen ähnlich lautenden Antrag für eben die Ehrenamtlichen aus Krähenwinkel ging, gab es eine gut einstündige Diskussion ob der in der Beschlussdrucksache enthaltenen Formulierung.

Eigentlich sollte das nach den diversen vorangegangenen Diskussionen in den Feuerwehren, Ortsräten und Fachausschüssen kein Problem sein. Dachten vermutlich viele Langenhagener Ratsvertreter, die städtischen Verwaltungsmitarbeiter und anwesenden Feuerwehrleute. Denn das angedachte Konzept der gemeinsamen Feuerwache sieht vor, analog zu der gemeinsamen Wache für Engelbostel und Schulenburg eine ähnliche Doppelhaushälfte zu errichten.

Ratsleute verweigern zunächst Zustimmung

Doch weit gefehlt. So kritisierten einige Ratsmitgliedern das Fehlen eines detaillierten Konzeptes. Denn das hätte er bisher noch nie zu Gesicht bekommen, monierte etwa Grünen-Fraktionschef Dirk Musfeldt. Wilhelm O. Behrens von der Gruppe Grüne/Unabhängige warnte gar vor einer Zustimmung. „Ich kann nicht beschließen, was ich nicht gesehen habe.“ Der Unabhängige weiter: „Dann mache ich mich strafbar.“ Auch Wochen, nachdem das Fehlen eines Konzeptes in den politischen Gremien angesprochen worden sei, fehle dieses weiterhin, kritisierte auch BBL-Fraktionschef Jens Mommsen. Andreas Eilers von der WAL befürchtet mit der Zustimmung, der Verwaltung einen „Freifahrtsschein“ zu erteilen.

Die Kritiker meinten dabei die Formulierung im Beschlusstext. Darin heißt es „Der Ortsrat Krähenwinkel beantragt, auf der sogenannten Dreiecksfläche einen gemeinsamen Standort auf Grundlage des am 28.11.2018 vom Stadtbrandmeister Arne Boy vorgestellten Konzeptes für die Ortsfeuerwehren Krähenwinkel und Kaltenweide zu planen und zu bauen.“

Es gehe doch gar nicht um ein Raumkonzept, betonte indes Claudia Hopfe von der CDU, vielmehr um einen Grundsatzbeschluss, auf der sogenannten Dreieck-Fläche überhaupt eine gemeinsame Feuerwache errichten zu wollen. Schließlich sollen entsprechende Synergieeffekte genutzt werden, argumentierte sie. Ihren Angaben zufolge soll mit einem entsprechenden Beschluss der Verwaltung lediglich die Möglichkeit gegeben werden, nun die nächsten planerischen Schritte einleiten zu können.

Auch die Vorsitzende des Langenhagener Feuerschutzausschusses, Gudrun Mennecke (SPD), erinnerte daran, dass nur mit der Zustimmung des Langenhagener Rates die weiteren Planungen weitergehen könnten. Ein entsprechendes Raumkonzept bleibe von dem Votum unangetastet und werde – wenn erstellt – den politischen Gremien später zwecks Abstimmung vorgelegt, warb die Sozialdemokratin.

Bürgermeister spricht von wesentlicher Botschaft

Genau das unterstrich auch Bürgermeister Mirko Heuer (CDU). Er betonte in der Sitzung vielmehr, dass es bisher auch nur Skizzen für den Standort der Kaltenweider und Krähenwinkeler gebe. Doch die Verwaltung müsse auch wissen, wie die künftige Wache auf dem recht eng zugeschnittenen gut 11.000 Quadratmeter großen Areal angeordnet werden kann. Mit einem notwendigen Grundsatzbeschluss des Rates solle letztendlich nur eine „wesentliche Botschaft“ an die Feuerwehren gesendet werden, dass es mit dem geplanten Gerätehaus weitergehe.

Nicht mehr und nicht weniger. Bernhard Döhner, ebenfalls CDU, warnte angesichts der aufbrandenden Diskussion davor, die ehrenamtliche Feuerwehrleute aus Kaltenweide und Krähenwinkel zu verunsichern und forderte vielmehr ein klares Votum ein. Letztlich wurde dann auch nur noch der Wortlaut der Beschlussdrucksache dahingehend verändert, dass der Begriff „auf Grundlage“ durch das Wort „ähnlich“ ersetzt wurde. CDU und SPD stimmten dem mehrheitlich nach gut einstündiger Debatte zu – gegen die Kritiker.

Nächster Ausschuss befasst sich mit Standort

Mit dem Thema gemeinsame Feuerwache für Kaltenweide und Krähenwinkel befasst sich der Stadtplanungs-, Bau- und Umweltausschuss in seiner Sitzung am Donnerstag, 14. Februar. Das Gremium kommt um 17.45 Uhr im Ratssaal des Rathauses, Marktplatz 1, zusammen. Außerdem steht das Sanierungsgebiet „Soziale StadtWiesenau“, das Baugebiet „Östlich Hermannsburger Straße“, dort soll das neue Gerätehaus Godshorn entstehen, sowie „Westlich Vinnhorster Straße“ , wo die Schornsteinfegerschule ihr neues Domizil plant. Vor und nach dem öffentlichen Teil können Langenhagener Fragen an Politiker und Verwaltungsmitarbeiter stellen.

Von Sven Warnecke

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