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Nachrichten Feuerwehr trainiert realitätsnah auf Acker
Region Langenhagen Nachrichten Feuerwehr trainiert realitätsnah auf Acker
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13:57 26.07.2018
Auf einem Feld trainiert die Feuerwehr Krähenwinkel, wie sie effektiv einen Flächenbrand bekämpft. Quelle: Feuerwehr/Zietlow
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Krähenwinkel

Diese Übung passte perfekt zur aktuellen Wetterlage: Die Ortsfeuerwehr Krähenwinkel organisierte am Dienstag einen Sonderdienst zum Thema „Vegetationsbrandbekämpfung“ – spontan als zusätzliche Ausbildungseinheit.

Vorab gab es eine theoretische Einweisung am Übungsort, ein an den landwirtschaftlichen Betrieb von Edgar Schmidt-Nordmeier grenzendes Stoppelfeld in Krähenwinkel. Dabei ging es inhaltlich um Gefahren- und Feuerindex von Waldbrand und Grasland, Präventionsmaßnahmen innerhalb der Feuerwehr bei hohen Gefahrenstufen, allgemeine Grundlagen, Entstehung von Vegetationsbränden, verschiedene Brandformen, Flammenlängen, Ausbreitungsgeschwindigkeiten und Sicherheitsregeln. Außerdem stand auf dem Unterrichtsplan die Beeinflussung des Feuers durch Wind sowie Taktiken zur Brandbekämpfung und die Frage nach der richtigen Ausrüstung, wie Krähenwinkels Ortsbrandmeister Kai Jüttner sagt. Denn die sonstige Schutzkleidung für die Innenbrandbekämpfung ist eher ungeeignet, da eine schnelle Hitzeerschöpfung droht. Pro Einsatz muss ein Liter pro Stunde getrunken werden.

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Danach gab es noch einen ausgedehnten Praxisteil auf dem über 10 000 Quadratmeter großen Feld mit noch liegendem Stroh. Dort legten die Feuerwehrleute stückweise kontrolliert einen Brand, um verschiedene Szenarien und dafür geeignete Angriffstaktiken zu trainieren. Als letzte Übungseinheit wurde der Einsatz von Wasser geübt, welches bei dieser Art von Einsätzen meistens nur begrenzt zur Verfügung steht und somit sparsam und gezielt eingesetzt werden muss.

Jüttner zog eine positive Bilanz der Übung – und bittet die Bevölkerung um Verständnis, dass es zu einer Geruchsbelästigung durch den Brandrauch gekommen ist. „Wir müssen möglichst realitätsnah üben, um im Einsatz sicher arbeiten zu können. Es ist besser in kontrollierten Momenten, in der Ausbildung, festzustellen, wie heiß Feuer sein kann – als im Einsatz, wo Ausfälle Folgen haben können“, sagte er.

Von Stephan Hartung