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Region Langenhagen Nachrichten Kitas: Nachfrage nach Ganztagsplätzen wächst weiter
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00:19 29.04.2019
Gleich zwei Gruppen in der Kita Veilchenstraße werden künftig über den ganzen Tag Betreuung inklusive Früh- und Spätdienst anbieten. Quelle: Rebekka Neander
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Langenhagen

Die Nachfrage nach Ganztagsplätzen in Kindergärten wächst in Langenhagen unaufhörlich. Die Stadt will deshalb bereits zum Start des Kindergartenjahres im August kräftig aufstocken und hat dafür bereits grünes Licht im Jugendhilfeausschuss erhalten. Insgesamt fünf bestehende Gruppen vor allem in der Kernstadt erhalten eine verlängerte Betreuungszeit inklusive Früh- und Spätdienst. Hinzu kommt eine neue Gruppe im Kindergarten Kaltenweide. Für ihn musste die Stadt eigens eine Sondergenehmigung beim Kultusministerium in Hannover erwirken: Die Einrichtung wächst damit auf sieben Gruppen an. Dies ist im Regelbetrieb nicht zulässig.

Neue Zeiten in der Kernstadt sowie in Krähenwinkel

Von der Umwandlung sind folgende Kindertagesstätten betroffen: In der Kita Veilchenstraße erhält die bisherige Vormittagsgruppe (Delfine) künftig eine Betreuung von 8 bis 16 Uhr. Aus der bisherigen altersübergreifenden Vormittagsgruppe mit Essen (Sterne) wird eine sogenannte Dreiviertelgruppe mit einer Betreuungszeit von 8 bis 14 Uhr. Für die Ganztagsgruppe gibt es Früh- und Spätdienst (ab 7 beziehungsweise bis 17 Uhr), für die Sterne-Gruppe einen Frühdienst.

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In der Kita an der Kolberger Straße können die Kinder der bisherigen Dreiviertelgruppe (Blau) ab August den ganzen Tag über betreut werden (mit Früh- und Spätdienst). Das Gleiche gilt für je eine Dreiviertelgruppe in der Kita am Brinker Park (Morlins) sowie in der Einrichtung Krähenwinkel (Trolle). In Krähenwinkel wird es eine besondere Lösung für die Randzeiten geben: Frühdienst kann dort für 40 Kinder angeboten werden, der Spätdienst jedoch nur für 20 Kinder.

Fünf neue Stellen sind noch nicht finanziert

Insgesamt will die Stadt für die zusätzlichen Angebote fünf weitere Stellen für Betreuungskräfte in den Stellenplan aufnehmen. Für 2019 entstehen gut 114.000 Euro an Personal- sowie 9375 Euro für Sachkosten. Diese will die Stadt durch eine überplanmäßige Ausgabe in den bereits verabschiedeten Haushalt aufnehmen. Für 2020 rechnet die Verwaltung mit zusätzlichen 217.094 Euro für das Personal sowie 22.500 Euro für Sachkosten. Eigentlich hatte die Ratsmehrheit für den Haushalt 2019 bereits zusätzliche 500.000 Euro im Ergebnishaushalt der laufenden Kosten für weitere Betreuungsplätze eingestellt. Diese Summe ist nach Auskunft der Stadt allerdings bereits durch vorherige Aufstockungen verbraucht.

Der Rat wird über die zusätzlichen Betreuungsangebote am 27. Mai in seiner öffentlichen Sitzung entscheiden – allerdings unter Vorbehalt: Die Ortsräte, die formal betrachtet vorher gehört werden müssen, tagen erst danach. Mit einer grundlegenden Kritik an den Aufstockungen rechnet im Jugendhilfeausschuss allerdings offenbar niemand.

Von Rebekka Neander