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Nachrichten Zeitzeugen und Vertreter der Stadt gedenken getöteter Flak-Helfer
Region Langenhagen Nachrichten Zeitzeugen und Vertreter der Stadt gedenken getöteter Flak-Helfer
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17:25 01.10.2019
Gedenken gemeinsam der am 27. September 1943 verstorbenen Luftwaffenhelfer und Flak-Soldaten: Rolf Zick (von links), Fredy Krause und Bernhard Döhner. Quelle: Juliane Stahl/Stadt Langenhagen
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Langenhagen

An jedem 27. September kommen Zeitzeugen und Vertreter der Stadt Langenhagen auf dem Gelände der Pferderennbahn zusammen: Sie gedenken dort an einem Stein der 13 Luftwaffenhelfer im Alter von 16 und 17 Jahren sowie der elf Soldaten, die 1943 bei einem Bombenangriff britischer Flieger an der Flak-Stellung südlich des Reuterdamms gestorben sind. Auch in diesem Jahr versammelten sich dort Menschen.

„Es war die erste grauenhafte Feuertaufe, die unseren Luftwaffenhelfern auferlegt wurde. Allen damals Beteiligten hat sie sich tief ins Gedächtnis eingegraben“, sagte Rolf Zick. Damals als 22-jähriger Leutnant hatte er in Langenhagen eine neue Flak-Batterie mit aufgestellt. Heute ist der 98-Jährige einer der letzten Zeitzeugen des Angriffs.

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Überlebende dieses Tages haben in ihren Tagebücher berichtet, wie sie am 27. September 1943 die Bombardierung der Flak-Stellung erlebt hatten. Wer das heute liest, „ist in seiner Vorstellungskraft völlig überfordert“, sagte Langenhagens stellvertretender Bürgermeister Bernhard Döhner während der Gedenkfeier. Weder in den Elternhäusern noch in der Schule sei zu seiner Jugendzeit das Thema Krieg angesprochen, geschweige denn aufgearbeitet worden. Döhner forderte deshalb: „Wir müssen geschichtsbewusster werden.“

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Von Julia Gödde-Polley