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Nachrichten Stadtelternrat protestiert gegen Planung für dritte IGS
Region Langenhagen Nachrichten Stadtelternrat protestiert gegen Planung für dritte IGS
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00:16 08.03.2019
Wie soll die neue IGS in den Räumen der Robert-Koch-Realschule aussehen? Die Klasse 10e hatte unter Anleitung von Hannelore Minks Modelle entworfen. Für Diskussionen aber sorgt jetzt der künftige Ganztagsbetrieb. Quelle: Rebekka Neander (Archiv)
Langenhagen

Wenn sich am Mittwochabend erstmals Eltern über die im Sommer startende, dann dritte IGS in der Flughafenstadt informieren, bleibt eine Frage offen: Können die Schüler in der bisherigen Robert-Koch-Realschule künftig frei wählen, ob sie an der Nachmittagsbetreuung teilnehmen? Oder wird die neue Gesamtschule dies „teilgebunden“, also verpflichtend an mindestens zwei Tagen anbieten? Nach Ansicht des Stadtelternrates zeichnet sich ein Widerspruch zwischen der im Juni äußerst knapp getroffenen Ratsentscheidung und dem Wunsch der Schulleitung ab. Die Stadt widerspricht dieser Darstellung.

Um den Rest einer Wahlmöglichkeit zu behalten, hatte sich der Rat mit einer Stimme Mehrheit dem Antrag des seinerzeit noch zur BBL gehörenden Ratsherrn Domenic Veltrup angeschlossen. Danach sollte die Robert-Koch-Realschule in eine IGS mit offenem Ganztagsbereich umgewandelt werden, „unter der Voraussetzung, dass sich der Schulvorstand der RKS“ dafür ausspreche. Nur so erhielten die Eltern neben dem Gymnasium eine zweite weiterführende Halbtagsschule mit freier Ganztagsoption.

Schulvorstand möchte keinen offenen Ganztagsbetrieb

RKS-Schulleiter Thomas Kelber jedoch macht auf Nachfrage keinen Hehl daraus, dass er aus verschiedenen Gründen eine teilgebundene Ganztagsbeschulung für deutlich besser hält. Sowohl das Kollegium als auch der Schulvorstand hätten sich im September 2018 mit klaren Mehrheiten für diese Organisationsform ausgesprochen. Entsprechendes habe die Stadt Langenhagen als Schulträgerin dann bei der Landesschulbehörde beantragt. Auf der Homepage der Schule wird die Teilgebundenheit der neuen IGS unter „Vorbehalt“ beschrieben. Auf die Genehmigung der Behörde, so Kelber, warte die Schule „stündlich“.

Der Stadtelternrat (SER) meldet gegen dieses Vorgehen nun Protest an. Auch weil das Gremium seiner Ansicht nach im Antragsverfahren der Stadt nicht gehört worden sei, wie der SER-Vorsitzende Uwe Gülke jetzt berichtete. In einem Brief fordert er Sozialdezernentin Monika Gotzes-Karrasch auf, zu diesem „Verfahrensfehler“ Stellung zu nehmen. Der SER könne nicht akzeptieren, dass Beschlüssen des Rates nicht Folge geleistet werde, nur weil „der Schulleiter eine teilgebundene“ Ganztagsschule wünsche.

Behörde: „Umwandlung der RKS ist unumstößlich“

Die Landesschulbehörde bestätigte auf Nachfrage die „unumstößliche Genehmigung“ der Umwandlung zur IGS. Dafür sei der Stadtelternrat nicht anzuhören, sagte ein Sprecher am Dienstag. Wohl aber stehe die Genehmigung der Organisationsform des Ganztagsbetriebes noch aus. Dazu ist nach Angaben der Stadt allerdings nur der Schulelternrat zu hören. Dieser habe seine Zustimmung signalisiert. Gleichwohl behält sich der SER laut Gülke rechtliche Schritte vor, da die Wahlfreiheit der Eltern bei einem teilgebundenen Ganztagsbetrieb „ausgeschaltet“ sei.

Von Rebekka Neander

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