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Region Langenhagen Nachrichten Kunsthandwerk zieht die Besucher in die Stadt
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13:07 31.03.2019
Der Theatersaal schafft ein stilvolles Ambiente für die Kunsthandwerker. Quelle: Ursula Kallenbach
Langenhagen

Da müssen sie wohl alles richtig gemacht haben: Die Veranstalterinnen Sabine Sickau und Heike Spiekermann kommen bei ihrem 15. Kunsthandwerkermarkt schon am ersten Tag auf geschätzte 1000 Besucher. Die „KreativZeit“ belegte den Festsaal im Langenhagener Eichenpark an der Stadtparkallee am letzten Märzwochenende – Freitag und Sonnabend – mit den schönsten und hochwertigsten Arbeiten aus reiner Handfertigung.

Die Baustellensituation an der Walsroder Straße schreckte die Besucher nicht. Sie wollten in Ruhe schauen, sich Anregungen für eigene Hobbyaktivitäten holen und Einmaliges kaufen. Für die hohe Qualität des Angebotenen zeugte, dass eine große Anzahl der 18 vertretenen Kunsthandwerker – ob im Hobby oder teils beruflich unterwegs – aus dem ganzen Bundesgebiet anreiste. „Selbstverständlich haben wir auch großen Wert auf Kunsthandwerk aus der Region gelegt“, betonte Sabine Sickau und führte viele Namen an, die Besuchern solcher Ausstellungen gut bekannt sind – wie die eigenen Namen der Veranstalterinnen auch.

Allein am ersten Tag kommen 1000 Besucher

Die beiden Langenhagenerinnen sind Schulfreundinnen und haben sich, selbst Hobbykünstlerinnen, vor 15 Jahren zusammengetan, um einen Markt und ein Schaufenster nach außen zu schaffen. Nicht immer war der Festsaal der Platz für die Schau – auch in der Wedemark nutzte der Kunsthandwerkermarkt schon Räume. Sickau und Spiekermann stehen beispielhaft für das Konzept. In Keramik fertigt Sabine Sickau im reinen Hobby handgetöpferte Lieblingsstücke, während Heike Spiekermann sowohl Steinbildhauerei wie auch das Filzen beruflich in Einklang bringt. Konträr sei das, sagt sie. „Steinbildhauerei ist hart und staubig, das Filzen ist weich und ich genieße die Haptik von Wolle.“ Der Einklang: Auch beim Filzen sind Steine ihr Lieblingssujet.

Ein Schwerpunkt der Kreativzeit waren auch diesmal unerwartete Materialien. So brachte Ulrike Birkhold aus Braunschweig Schmuck aus Tetrapackverschlüssen, Weckglasgummis und Puzzleteilen mit. Aus Berlin lieferten Kreative modische Taschen, auf denen alte Sakkoärmel neue Verwendung finden. Aus Bielefeld leuchteten an einem Stand Lampen, die auf Schusters Holzleisten, alten Kameras oder Großmutters Kupferwärmflasche montiert sind.

Deko und Sinnliches, natürlich, erfreute die Besucher ebenso, immer mit der Notation handgefertigt: Seifen, bemalte Natur-Eier, einzeln hergestellte Bonbons und Marshmellows, Floristik, Textildesign, Seide und Holz. Und die außergewöhnliche Öffnungszeiten an beiden Tagen bis 20 beziehungsweise 21 Uhr gab den Veranstalterinnen Recht – die Besucher dankten es.

Von Ursula Kallenbach

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