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Nachrichten Klärschlamm: Anlagengesellschaft wächst rasant
Region Langenhagen Nachrichten Klärschlamm: Anlagengesellschaft wächst rasant
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16:46 17.10.2019
Abwassermeister Christian Bock (von links), Stadtentwässerungsleiterin Sandra Bosold und Kläranlagenleiter Christoph Kormann suchen gemeinsam nach einer Lösung für den in Langenhagen anfallenden Klärschlamm. Quelle: Rebekka Neander
Langenhagen

Auch in wenigen Worten kann überaus viel Zufriedenheit stecken. „Bei uns läuft es gut.“ So knapp kann Stadtentwässerungsleiterin Sandra Bosold derzeit den Stand der Dinge zur geplanten eigenen Verbrennungsanlage für phosphorbelasteten Klärschlamm beschreiben. Während sich die Pläne der Landeshauptstadt aus rechtlichen Gründen nun offenbar um ein Jahr verzögern, liegen die Vorbereitungen für die eigene, von verschiedenen Kommunen gemeinsam getragene Verbrennungsanlage in Hildesheim nicht nur im Plan. „Ende November können wir in die Gesellschaft 14 weitere Kommunen aufnehmen“, kündigte Bosold am Dienstag auf Nachfrage an. Langenhagen gehört zu den Initiatoren der Gründungsgesellschaft, die mit neun Kommunen zwischen Celle und Hildesheim im Januar 2019 gestartet ist.

Da Langenhagens Kläranlage mit dem Abwasser aus der Stadt selbst sowie aus Isernhagen und dem zu Hannover gehörenden Teil von Isernhagen-Süd pro Jahr 6400 Tonnen maschinell entwässerten Klärschlamm produziert, gehört sie laut Bosold im Bundesvergleich „zu den größeren Einheiten“, wenn auch dort zu den dann eher kleinen. Deshalb muss Langenhagen gemäß der neuen Düngemittelverordnung bis 2023 ein Konzept zur künftigen Entsorgung vorlegen. Ab 2029 muss der Klärschlamm in einer sogenannten Mono-Verbrennungsanlage entsorgt werden.

Ausschreibung wird für Hannover zum Problem

Langenhagen hätte den Auftrag zur Klärschlammverbrennung andernfalls regelmäßig neu ausschreiben müssen. Genau dieses Ausschreibungsverfahren wirft die Landeshauptstadt Hannover nun um ein Jahr in ihrer Planung zurück. Weil es Unklarheiten bei den Bieterkonzepten gab, muss Hannovers Stadtentwässerung das Verfahren noch einmal neu starten. Durch die Gründung der eigenen Gesellschaft für den Bau und Betrieb einer eigenen Anlage entfalle dies für Langenhagen. „Zudem müssen wir so im Gegensatz zur Anlage von Enercity keine Gewinne erwirtschaften“, so Bosold.

Bis Ende 2020, schätzt Bosold, seien alle Vorbereitungen für den Bau der Anlage so weit, dass die Gesellschaft die Baugenehmigung einreichen könne. „Das Grundstück am Hafen in Hildesheim ist laut Bauleitplanung genehmigungsfähig und auch der Rat der Stadt Hildesheim unterstützt den Plan“, sagte Bosold unserer Redaktion. Der Standort sei als Anlaufstelle für verschiedene Kommunen besonders geeignet, da er sowohl per Straße als auch auf dem Wasserweg und der Schiene erreichbar sei. Woher die inzwischen überdies gewonnenen 14 Gesellschafter kommen, wollte Bosold noch nicht offenbaren.

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Von Rebekka Neander

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