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Nachrichten Kaltenweide: Die Schützen feiern ihr Fest mit Knalleffekt
Region Langenhagen Nachrichten Kaltenweide: Die Schützen feiern ihr Fest mit Knalleffekt
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00:16 12.06.2019
Viele Menschen erwiesen nach den Ausmärschen den Königen die Ehre. Quelle: Stephan Hartung
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Kaltenweide

Dass es bei Schützen auch mal knallt, ist nicht ungewöhnlich. Denn wer schießt, erzeugt auch laute Geräusche. Es dürfte aber sicherlich in der Geschichte des Schützenvereins Kaltenweide die erste Würdigung eines Königs mit einem kleinen Feuerwerk gewesen sein. Am Sonnabend erhielt Max Ohlendorf die Scheibe für den Jugendkönig. Und weil der 16-Jährige ein großer Fan der Band Rammstein ist, gab es nach dem obligatorischen Tänzchen des neuen Königs eine kleine Pyro-Salve auf der Straße.

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Es blieb nicht die einzige Überraschung des Nachmittags. Denn Max Ohlendorf erhielt sogar noch eine Konzertkarte für seine Lieblingsmusiker, die am 2. Juli in der HDI-Arena in Hannover spielen. Was zeigt: Es muss nicht immer von Nachteil sein, Schützenkönig zu werden, weil man dann Gastgeber für zahlreiche Menschen sein und Essen sowie Trinken bereitstellen muss.

Drei Neueintritte gleich zum Auftakt

Aber ganz abgesehen davon: Viele Mitglieder des Schützenvereins waren am Sonnabend auf Achse, um außer dem Jugendkönig auch dem Gemeindekönig (Dirk Volmer) und der „Schluckkönigin“ (Bärbel Müller, wurde Letzte beim Königsschießen) die gewonnene Scheibe vorbeizubringen. „Das zeigt, welch tolle Kameradschaft wir haben“, sagt Axel Siebert. Der Vereinsvorsitzende zählte 100 Teilnehmer. „Das ist eine tolle Zahl, wenn man bedenkt, dass wir 346 Mitglieder haben.“ Eigentlich kann Siebert diese Zahl bereits auf 349 korrigieren, denn zum Auftakt am Freitagabend traten drei Interessierte neu ein, gaben teilweise ihren Mitgliedsantrag direkt im Zelt ab.

Ohnehin war Siebert vom Freitagabend begeistert. Die „Burning Chips“ spielten vor 1200 Personen im Festzelt – ausverkauft. „Besonders gefreut hat mich, dass bestimmt 80 Prozent der Besucher nicht älter als 25 Jahre war. Und da sage noch jemand, Schützenfest kommt bei jungen Leuten nicht an.“ Bei der ausgiebigen Feier ließ sich das Partyvolk vom zwischenzeitlichen Gewitter nicht stören. „Draußen hat es zwar ordentlich geregnet. Aber im Zelt war es so laut, da hat man das Gewitter gar nicht bemerkt“, sagt Siebert.

Von Stephan Hartung

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