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Region Langenhagen Nachrichten Neues Jugendzentrum öffnet Anfang Oktober – Jugendliche helfen mit
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18:59 30.09.2019
Jennifer Rihm (rechts) leitet das ab November sechsköpfige Team des Jugendzentrums im Nordtrakt. Zum Start Anfang Oktober sind bereits Sozialarbeiterin Yanna Sandrock (von links), FSJlerin Emily Lenau und Praktikant Julian Rittler dabei. Quelle: Julia Gödde-Polley
Langenhagen

Kurz vor dem Start ist in dem neuen Jugendzentrum im Nordtrakt am Haus der Jugend noch viel zu tun – innen und außen. Doch ab Dienstag, 1. Oktober, sind Kinder und Jugendliche in den Räumen am Langenforther Platz willkommen. An diesem Tag öffnet das von der Johanniter-Unfall-Hilfe (JUH) geführte Jugendzentrum erstmals die Türen – mit noch nicht ganz fertigen Räumen. Doch dies ist so gewollt, wie Jennifer Rihm, Leiterin des sechsköpfigen Teams, erklärt.

Die jungen Leute seien willkommen, um mit anzupacken und den 1,9 Millionen Euro teuren Neubau innen zu gestalten. „Wir sind da, um zu helfen, aber es ist eigentlich ihr Haus“, sagt die 51-Jährige. Bei einer ersten Ferienaktion ab Montag, 7. Oktober, können die Teilnehmer nach vorheriger Anmeldung gemeinsam mit einem Graffiti-Künstler einige der bislang kahlen Wände bunt verzieren.

Wann soll das Zentrum geöffnet haben?

In den Ferien können Jugendliche montags bis freitags von 13 bis 19 Uhr in den Räumen vorbeischauen, die alle mit WLAN ausgestattet sind. Danach wolle das Johanniter-Team wissen, welche Wünsche die Nutzer haben. Diese würden gern gehört, kündigt Rihm an. Und Bettina Martin, Sprecherin der Johanniter, ergänzt: „Hier ist nichts in Stein gemeißelt. Es soll alles ganz pragmatisch und mit den Jugendlichen entschieden werden.“

Im „Bistro“, so lautet der Arbeitstitel der Johanniter für den großen Raum im Erdgeschoss, ist bisher nur die Küche eingebaut. Die Wände sind noch kahl, und andere Möbel fehlen auch noch. Unter anderem sollen Tische, Stühle und eine große Sofaecke dort Platz finden. Vieles aus dem ehemaligen Jugendtreff sei im Keller gelagert. Was noch nutzbar ist, werde wiederverwendet, kündigt Rihm an. Den Verantwortlichen sei Nachhaltigkeit wichtig. Das zeigt sich daran, dass die ehemalige bunte Bretterwand, die einst die Baustelle einzäunte, derzeit als provisorisches Geländer im Treppenhaus dient.

Es ist fast geschafft: Die Bauarbeiten am und im Nordtrakt am Haus der Jugend in Langenhagen nähern sich dem Ende entgegen. Anfang Oktober öffnet das neue Jugendzentrum erstmals. Ein Blick in die Räume.

Altes Tonstudio wird wieder aufgebaut

Der Neubau, der dank bodentiefer Fenster lichtdurchflutet ist, ist komplett barrierefrei. Ein Fahrstuhl verbindet die einzelnen Stockwerke miteinander. Im Erdgeschoss befindet sich eine behindertengerechte Toilette. Im ersten Obergeschoss wird ein kleines Internetcafé eingerichtet. An vier Computern können die Jugendlichen dort etwa ihre Hausaufgaben erledigen. Auch ein Drucker steht bereit. Wer zocken will, kann dies in einer Sofaecke an der Playstation tun. Zudem finden die Besucher dort einen Raum zum Chillen, in dem auch ein Fernseher stehen wird. Wer Musik aufnehmen möchte, kann das in einem kleinen Tonstudio machen. Teile des alten Studios werden mit neuen gemischt, kündigt Rihm an. Insgesamt gibt es vier Gruppenräume.

Das zweite Obergeschoss gehört den Mitarbeitern. Dort sind Büros, eine Teeküche und ein Besprechungsraum untergebracht. Auch eine Dachterrasse gibt es. Jugendliche sollen dort eigentlich nicht hin. „Wenn es so weit kommt, dass wir die Jugendlichen nach oben bringen, dann haben sie richtig Mist gebaut“, sagt die Leiterin des Jugendzentrums. Sie freue sich auf die Einrichtung der Räume und die jungen Leute.

Freie Plätze in Graffiti-Workshop

Für den Graffiti-Workshop im neuen Jugendzentrum im Nordtrakt am Haus der Jugend sind noch Plätze frei. Die Teilnehmer treffen sich von Montag bis Freitag, 7. bis 11. Oktober, täglich von 10 bis 15 Uhr mit Künstler Jonas Wömpner im Nordtrakt. Weitere Informationen erhalten Interessierte nach einer E-Mail an jennifer.rihm@johanniter.de. Die Teamleiterin nimmt so auch Anmeldungen entgegen.

Wie soll das neue Jugendzentrum heißen?

Auch beim Namen für das neue Jugendzentrum können die Nutzer mitbestimmen. Die Johanniter (JUH) sammeln Vorschläge. Wer eine Idee hat, kann diese an Leiterin Jennifer Rihm per E-Mail an jennifer.rihm@johanniter.de schicken. Sie sammelt bis Montag, 21. Oktober, Vorschläge. Bei der offiziellen Eröffnung der Einrichtung mit geladenen Gästen am Freitag, 25. Oktober, soll das Jugendzentrum dann „getauft“ werden.

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Von Julia Gödde-Polley

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