Langenhagen: Jäger des Hegerings engagieren sich für Naturschutz 
Menü
Neue Presse | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Nachrichten Jäger des Hegerings engagieren sich für Naturschutz
Region Langenhagen Nachrichten Jäger des Hegerings engagieren sich für Naturschutz
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
07:09 28.04.2020
Nach erledigter Arbeit – und noch vor den Corona-Beschränkungen: Die Mitglieder des Vereins Hegering Langenhagen präsentieren sich stolz vor der insgesamt gut 250 Meter langen Benjeshecke.
Nach erledigter Arbeit – und noch vor den Corona-Beschränkungen: Die Mitglieder des Vereins Hegering Langenhagen präsentieren sich stolz vor der insgesamt gut 250 Meter langen Benjeshecke. Quelle: Privat
Anzeige
Engelbostel

Was einst einer Ödlandschaft glich, ist inzwischen zu einem wichtigen Lebensraum für Vögel, Insekten und Niederwild – beispielsweise Füchse, Rehe, Hasen, Rebhühner und Fasane – geworden. Die Mitglieder des Hegerings – dem Zusammenschluss der Jäger in Langenhagen – hatten vor sechs Jahren die Pflege einer rund 11,5 Hektar großen sogenannten Kompensationsfläche für den Flughafen Langenhagen übernommen. „Dieses Areal ist die Ausgleichsfläche für ein Bauvorhaben und unterliegt von der Naturschutzbehörde ausgearbeiteten Auflagen“, erklärt Helge Rethmeyer, Obmann für Öffentlichkeitsarbeit beim Hegering.

Für dieses Jahr hatte es sich die Gruppe von Jägern zur Aufgabe gemacht, eine sogenannte Benjeshecke anzulegen – und zwar über eine Länge von gut 250 Metern. Damit wollen die Mitglieder ihrer Verpflichtung zum Natur- und Artenschutz nachkommen. Bei der Benjeshecke handelt es sich um einen angelegten Streifen mit sogenanntem Totholz. Äste, Zweige und Gestrüpp werden dabei in einer Reihe angeordnet und bieten vielen Tieren wie Igeln, Vögeln und Insekten Unterschlupf. Benannt ist die Hecke nach dem Landschaftsgärtner Hermann Benjes, der einst diese Variante für den praktischen Naturschutz erfand.

14 Helfer sägen Feuchtbiotop frei

Die 14 tatkräftigen Helfer hatten zuvor ein auf dem großen Areal befindliches Feuchtbiotop freigesägt. Das geschah bereits vor dem 29. Februar, um den Schutz von frei lebenden Tieren zu gewährleisten. Dort kann sich nun wieder ein natürlicher Schilfgürtel bilden. Dieser soll zukünftig ein weiterer Lebensraum für Insekten und Amphibien werden. Zudem haben die engagierten Jäger Rethmeyers Angaben zufolge auch in diesem Jahr wieder achtlos weggeworfenen Müll im Straßenbereich gesammelt und entfernt.

Rethmeyer blickt stolz auf die in den knapp sechs Jahren geleisteten Arbeiten. „Eine öde Landschaft wurde in einen artenreichen Lebensraum umgewandelt, in dem es inzwischen im Sommer lautstark summt und brummt.“ Auch eine seltene Art der Wildorchideen sei wieder vorzufinden. „Die Pflegefläche gilt inzwischen als Vorzeigefläche für Maßnahmen im Naturschutz“, sagt der Obmann.

Lesen Sie auch

Von Mark Bode